Die Internationale Fluggesellschaftsvereinigung (IATA) hat bekanntgegeben, daß Regierungen weltweit weiterhin beträchtliche Summen an Einnahmen von Fluggesellschaften zurückhalten. Ende April 2025 beliefen sich diese nicht zurückgeführten Gelder auf 1,3 Milliarden US-Dollar. Obwohl dies eine Verbesserung um 25 Prozent im Vergleich zu den im Oktober 2024 gemeldeten 1,7 Milliarden US-Dollar darstellt, fordert die IATA die betroffenen Staaten nachdrücklich auf, alle Hindernisse für die rechtzeitige Rückführung der Gelder zu beseitigen.
Laut der IATA sind zehn Länder für 80 Prozent der blockierten Summe verantwortlich, was 1,03 Milliarden US-Dollar entspricht. An der Spitze dieser Liste steht Mosambik mit 205 Millionen US-Dollar, gefolgt von der XAF-Zone (sechs afrikanische Staaten) mit 191 Millionen US-Dollar und Algerien mit 178 Millionen US-Dollar. Die Region Afrika und der Nahe Osten machen insgesamt 85 Prozent der blockierten Gelder aus.
Die IATA betont die Wichtigkeit der rechtzeitigen Rückführung von Einnahmen für die finanzielle Stabilität der Fluggesellschaften, da diese ihre in Dollar ausgewiesenen Ausgaben decken und ihren Betrieb aufrechterhalten müssen. Verzögerungen oder die Verweigerung der Rückführung verstießen gegen bilaterale Abkommen und erhöhten das Wechselkursrisiko. Generaldirektor Willie Walsh wies darauf hin, daß eine zuverlässige Einnahmenrückführung für Fluggesellschaften mit ihren geringen Margen essentiell sei und daß die Blockade die internationale Konnektivität gefährde. Positiv hervorgehoben wurden Pakistan und Bangladesch, die ihren Rückstand deutlich reduzieren konnten, während Bolivien die blockierten Gelder vollständig freigegeben habe.