Die International Air Transport Association (IATA) hat die weltweiten Auswertungen zur Fluggastnachfrage für den Monat September 2026 vorgelegt. Gemessen in Erlös-Passagierkilometern (RPK) verzeichnete der globale Luftpassagiermarkt im Vergleich zum Vorjahresmonat einen Rückgang von 0,5 Prozent.
Gleichzeitig reduzierten die Fluggesellschaften das gebotene Sitzplatzangebot (ASK) um 0,2 Prozent, was zu einer durchschnittlichen Passagierauslastung von 83,2 Prozent führte. Nach Angaben des Verbandes basieren die verminderten Beförderungszahlen maßgeblich auf schwächeren Buchungsströmen in den Regionen Naher Osten und Nordamerika.
Im internationalen Passagierverkehr zeigte sich das Bild trotz der geopolitischen Spannungen leicht positiv. Das internationale Fluggastaufkommen stieg im Vorjahresvergleich um 0,4 Prozent bei einer Auslastung von 83,6 Prozent. Werden die Routen des Nahen Ostens aus der Betrachtung ausgenommen, ergab sich auf den verbleibenden internationalen Strecken ein Zuwachs von 1,7 Prozent. Während lateinamerikanische (+8,2 Prozent) und afrikanische Fluggesellschaften (+8,0 Prozent) deutliche Zuwächse bei der internationalen Nachfrage verbuchten, führten die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten dort zu einem Nachfrageeinbruch von 7,5 Prozent im grenzüberschreitenden Flugverkehr.
Der weltweite Inlandsreiseverkehr schrumpfte im September 2026 um 2,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Kapazitätsanpassungen (-1,3 Prozent) konnten den Rückgang der Sitzplatzauslastung auf 82,5 Prozent nicht verhindern. Eine positive Dynamik in Binnenmärkten wie Australien (+4,5 Prozent) und China (+3,1 Prozent) fing die Rückgänge im US-amerikanischen Inlandsverkehr (-2,7 Prozent) sowie im indischen Markt (-8,3 Prozent) nicht auf. Die Eintrübung des Konsumklimas in Nordamerika sowie wetterbedingte Flugstreichungen im ostasiatischen Raum beeinflussten die Inlandsmärkte zusätzlich negativ.
Die Entwicklungen verdeutlichen die Verwundbarkeit des globalen Luftverkehrsnetzes gegenüber regionalen Krisenherden, volatilen Kerosinpreisen und schwankendem Verbrauchervertrauen. Trotz einer leichten Erholung im Vergleich zum Vormonat August bleibt die Ertragslage vieler Luftfahrtunternehmen durch ungleich verteilte Wachstumsraten und steigende Kostenfaktoren an den weltweiten Drehkreuzen belastet.