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IATA rechnet mit Verdopplung der Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff, kritisiert aber Kosten

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Die Internationale Flugtransport-Vereinigung (IATA) geht davon aus, daß die Produktion von Sustainable Aviation Fuel (SAF) im Jahr 2025 auf zwei Millionen Tonnen (2,5 Milliarden Liter) ansteigen wird. Dies entspräche 0,7 Prozent des gesamten Treibstoffverbrauchs der Fluggesellschaften. Gleichzeitig bemängelt die IATA die hohen Kosten für SAF, die sich in Europa aufgrund von Auflagen sogar verdoppelt hätten.

Laut IATA würden die Fluggesellschaften allein für die erwartete Menge an SAF zur Erfüllung europäischer Auflagen im Jahr 2025 voraussichtlich 1,2 Milliarden US-Dollar zu Marktpreisen ausgeben müssen. Hinzu kämen geschätzte 1,7 Milliarden US-Dollar an Compliance-Gebühren, was SAF in Europa fünfmal teurer mache als herkömmliches Kerosin. IATA-Generaldirektor Willie Walsh kritisierte, daß solche Auflagen ohne entsprechende Marktbedingungen die Kosten der Dekarbonisierung unnötig in die Höhe trieben.

Um die Entwicklung eines globalen SAF-Marktes zu unterstützen, hat die IATA eine SAF-Registry zur transparenten Nachverfolgung von SAF-Käufen und -verbrauch sowie einen „SAF Matchmaker“ zur Zusammenführung von Angebot und Nachfrage ins Leben gerufen. Die IATA fordert Regierungen auf, effektivere Politik zu gestalten, eine umfassende Energiepolitik zu entwickeln, die SAF einschließt, und den Emissionshandel CORSIA zu stärken. Indien, als drittgrößter Ölverbraucher, setze auf Biokraftstoffe und strebe eine Beimischungsquote von zwei Prozent SAF für internationale Flüge bis 2028 an.

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