Airbus A330 (Foto: Jan Gruber).
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Iberia leitet Untersuchung nach antisemitischem Vorfall ein

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Die spanische Fluggesellschaft Iberia hat eine interne Untersuchung eingeleitet, nachdem handschriftliche antisemitische Parolen auf den Essensverpackungen jüdischer Passagiere auf einem Flug von Buenos Aires nach Madrid entdeckt wurden. Auf den als koscher gekennzeichneten Mahlzeiten befand sich unter anderem die Aufschrift „Free Palestine“. Ein Foto der Verpackung wurde von der jüdischen Dachorganisation Argentiniens, Daia, veröffentlicht, die eine umfassende Aufklärung des Vorfalls forderte.

Iberia bestätigte den Vorfall und erklärte, die Flugzeugbesatzung habe umgehend auf die Beschwerden reagiert und den Kapitän informiert. Dieser habe sich daraufhin persönlich bei den betroffenen Reisenden entschuldigt. Die Airline teilte mit, sie lehne jede Form von Diskriminierung und Haßrede ab und arbeite eng mit ihren Catering-Dienstleistern zusammen, um die Verantwortlichen zu ermitteln. Die Untersuchung konzentriert sich darauf, wie die Aufschriften auf die Mahlzeiten gelangen konnten.

Solche Vorfälle sind in der Luftfahrtindustrie, insbesondere in den letzten Jahren, vermehrt aufgetreten. Fluggesellschaften und die Sicherheitsbehörden an Flughäfen haben ihre Protokolle verschärft, um solche Vorkommnisse zu verhindern. Die Catering-Firmen, die Mahlzeiten für Fluggesellschaften zubereiten, unterliegen strengen Sicherheits- und Qualitätskontrollen, um sicherzustellen, daß die Lebensmittel intakt und unverändert ausgeliefert werden.

Die jüdische Dachorganisation Argentiniens Daia hat den Vorfall scharf verurteilt und die schnelle Reaktion von Iberia gelobt, fordert aber gleichzeitig weitreichende Konsequenzen. Es ist noch unklar, ob die Aufschriften von einem Mitarbeiter der Catering-Firma oder von einem anderen Angestellten stammen. Der Vorfall unterstreicht die Sensibilität in Bezug auf politische und religiöse Themen in der internationalen Reisebranche.

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