Die isländische Fluggesellschaft Icelandair hat im Juli 2025 insgesamt rund 611.000 Passagiere befördert. Diese Zahl liegt auf dem Niveau des Vorjahresmonats. Seit Jahresbeginn hat die Airline mit über 2,8 Millionen Passagieren jedoch ein Wachstum von neun Prozent verzeichnet. Die Flugauslastung verbesserte sich im Juli um 1,1 Prozentpunkte auf 88,2 Prozent, während die Pünktlichkeit bei 81,8 Prozent lag.
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Unternehmensstrategie, die sich im Juli widerspiegelt, ist der Fokus auf den isländischen Markt. Der Anteil der Passagiere, die von oder nach Island reisten, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent. Nach Unternehmensangaben reisten 39 Prozent der Passagiere nach Island und 17 Prozent verließen das Land. Der Transitatlantic-Verkehr, der für Icelandair traditionell eine wichtige Rolle spielt, machte 41 Prozent der Passagiere aus. Die gestiegene Nachfrage im Direktflugverkehr zeigt eine erfolgreiche strategische Ausrichtung der Airline.
Der Präsident und Geschäftsführer von Icelandair, Bogi Nils Bogason, äußerte sich zufrieden mit der Entwicklung. Er betonte, daß das Unternehmen gezielt darauf hinarbeite, außerhalb der Hochsaison zu wachsen, um die saisonalen Schwankungen zu reduzieren und ganzjährig stabile Verbindungen anzubieten. In diesem Zusammenhang kündigte er fünf neue Destinationen für den Herbst und Winter an: Istanbul, Miami, Málaga, Edinburgh und Höfn. Mit diesen Routen will Icelandair sein Streckennetz weiter ausbauen und auch in der Nebensaison attraktive Reiseoptionen schaffen.
Neben dem regulären Passagiergeschäft konnte Icelandair auch im Charter- und Frachtverkehr zulegen. Im Charterbereich stieg die Anzahl der verkauften Blockstunden um 41 Prozent. Die Frachtleistung, gemessen in Freight Ton Kilometers, verbesserte sich um 19 Prozent. Diese Kennzahlen unterstreichen die Diversifizierung der Einnahmequellen von Icelandair über den reinen Linienflugverkehr hinaus.