Boeing 767 (Foto: John McArthur/Unsplash).
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Inbetriebnahme der weltweit größten Produktionsstätte für koschere Bordverpflegung in Tel Aviv

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Am Flughafen Tel Aviv Ben Gurion wurde am 6. Mai 2026 eine neue, hochmoderne Catering-Produktionsanlage feierlich eingeweiht. Betrieben wird das Werk von TAMAM, einem Tochterunternehmen der israelischen El Al-Gruppe.

Die Investitionssumme für das Projekt beläuft sich auf mehrere hundert Millionen Schekel, was die strategische Bedeutung für den nationalen Luftfahrtsektor unterstreicht. Mit einer Fläche von rund 14.000 Quadratmetern ist der Neubau fast doppelt so groß wie die bisherige Anlage, die über mehrere Jahrzehnte im Einsatz war. Die Kapazität wurde massiv gesteigert und ermöglicht nun die tägliche Produktion von etwa 50.000 Mahlzeiten, womit das Unternehmen auf die steigende Nachfrage im internationalen Flugverkehr reagiert.

Technologisch setzt die Anlage neue Maßstäbe in der Lebensmittelverarbeitung unter Einhaltung strengster religiöser Speisevorschriften. Innovative Systeme steuern die Zubereitungsprozesse präzise und überwachen die Qualitätskontrollen lückenlos. Damit gilt der Standort als die weltweit größte und modernste Einrichtung im Bereich der koscheren Bordverpflegung. Der Übergang zum Vollbetrieb soll in den kommenden Monaten schrittweise erfolgen. Diese Infrastrukturmaßnahme ist ein zentraler Bestandteil des langfristigen Wachstumsplans von El Al, um die operativen Kapazitäten zu erweitern und den kulinarischen Standard an Bord der Flugzeuge deutlich anzuheben.

Neben der Versorgung der eigenen Flotte zielt das Projekt auch auf den Exportmarkt ab. Laut dem Mehrheitsaktionär Kenny Rozenberg soll die Anlage künftig auch internationale Kunden mit hochwertigen koscheren Lebensmitteln versorgen. In Branchenkreisen wird dieser Schritt als Reaktion auf den global wachsenden Markt für zertifizierte Lebensmittel gewertet. Die Steigerung der betrieblichen Effizienz durch moderne Produktionstechnologien ermöglicht es TAMAM zudem, flexibler auf sich wandelnde Anforderungen der Luftfahrtindustrie zu reagieren. Die Kombination aus traditioneller Expertise und digitalisierter Steuerung soll die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Tel Aviv als logistisches Drehkreuz festigen.

Die Einweihung erfolgt in einer Phase, in der El Al massiv in die Modernisierung ihrer gesamten Servicekette investiert. CEO Levy Halevy betonte, dass die Verbesserung des kulinarischen Angebots ein wesentlicher Faktor für die Kundenzufriedenheit und die Positionierung der Fluggesellschaft im Premiumsegment sei. Die neue Produktionsstätte sichert nicht nur die Versorgungskapazitäten für die kommenden Jahre, sondern stärkt auch die Unabhängigkeit der Fluggesellschaft bei der Bereitstellung spezialisierter Bordverpflegung. Durch die Skaleneffekte der verdoppelten Produktionsmenge erwartet das Management zudem eine Optimierung der Stückkosten bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung.

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