Airbus A321XLR (Foto: Airbus).
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Indiens erste Airbus A321XLR: Indigo bereitet Langstreckenflotte vor

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Die indische Fluggesellschaft Indigo hat als erster Betreiber des Landes eine Maschine vom Typ Airbus A321XLR in Dienst gestellt. Das Flugzeug traf am 7. Januar 2026 nach seinem Überführungsflug vom Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder am Flughafen Delhi ein.

Mit diesem Neuzugang beginnt für den Marktführer im indischen Luftverkehr eine neue Phase der Netzexpansion. Da der Flugzeugtyp über eine deutlich gesteigerte Reichweite verfügt, können künftig Ziele in Europa und Ostasien ohne Zwischenstopp bedient werden. Bevor die Maschine jedoch auf internationalen Korridoren eingesetzt wird, durchläuft sie eine intensive Erprobungsphase im Inland, um die Besatzungen mit der neuen Technik vertraut zu machen.

Ab dem 15. Januar 2026 wird das Flugzeug mit der Registrierung VT-NLA für zunächst eine Woche auf der hochfrequentierten Route zwischen Delhi und Mumbai eingesetzt. Geplant sind täglich drei Rotationen pro Richtung. Diese Inlandsflüge dienen primär dem Training der Crew und der Validierung neuer Serviceabläufe an Bord. Da die A321XLR für deutlich längere Flugzeiten konzipiert ist, verfügt sie über eine modifizierte Kabinenausstattung. Dazu gehören unter anderem neue Sitzmodelle für gesteigerten Komfort auf Langstrecken sowie erweiterte Bordküchen mit Öfen, die eine Warmverpflegung ermöglichen – ein Standard, der bei indischen Billigfliegern auf kurzen Strecken bisher nicht üblich war.

Zusätzliche Recherchen im Luftfahrtsektor verdeutlichen die strategische Tragweite dieser Einflottung für den asiatischen Markt. Indigo hat insgesamt 69 Maschinen dieses Typs bestellt, um die Marktlücke zwischen Kurzstreckenjets und großen Großraumflugzeugen zu schließen. Die A321XLR ermöglicht Nonstop-Verbindungen von indischen Metropolen zu Zielen wie Rom, Prag oder Seoul bei deutlich niedrigeren Betriebskosten pro Sitzplatz. Experten weisen darauf hin, dass der Jet durch seine zusätzlichen Treibstofftanks im Rumpf eine Reichweite von bis zu 8.700 Kilometern erzielt. Für Indigo bedeutet dies eine geringere Abhängigkeit von Hub-Verbindungen über den Nahen Osten und eine Stärkung des Direktverkehrs ab Indien.

Die technische Abwicklung der Erprobungsflüge wird von der indischen Luftfahrtbehörde DGCA eng begleitet. Neben den Flugtests am Boden und in der Luft müssen auch die Bodenabfertigungsprozesse für die schwerere XLR-Variante angepasst werden. Nach Abschluss der einwöchigen Testphase zwischen Delhi und Mumbai wird erwartet, dass Indigo zeitnah die ersten internationalen Destinationen für das neue Flaggschiff bekannt gibt. Damit verschärft sich der Wettbewerb auf Langstrecken, die bisher traditionell von Full-Service-Carriern dominiert wurden, während Indigo nun mit einem hocheffizienten Schmalrumpfflugzeug in dieses Segment vordringt.

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