Rakesh Gangwal, einer der Mitbegründer der indischen Billigfluggesellschaft Indigo, plant, bis zu 3,4 Prozent seiner Anteile an dem Unternehmen zu veräußern. Laut dem Nachrichtensender „CNBC-TV18“, der sich auf informierte Kreise beruft, beläuft sich der Gesamtwert des geplanten Blockgeschäfts auf 68,31 Milliarden Rupien, was umgerechnet etwa 710 Millionen Euro entspricht. Dieser Schritt kommt zu einer Zeit, in der Indigo eine starke Marktposition in Indien innehat.
Einem Bericht von „Mint“ zufolge verkaufte Gangwal bereits am Dienstag Anteile im Wert von 1,35 Milliarden US-Dollar. Dies geschah im Rahmen einer schrittweisen Reduzierung seiner Beteiligung an der Fluggesellschaft, nachdem er sich mit dem anderen Mitbegründer Rahul Bhatia geeinigt hatte. Bis März 2025 hielten Gangwal und der Chinkerpoo Family Trust zusammen noch 13,53 Prozent an Indigo, ein deutlicher Rückgang gegenüber den über 32 Prozent im Jahr 2015.
Indigo, gegründet vor rund zwei Jahrzehnten im Jahr 2006, hat sich zu einer der größten Fluggesellschaften Indiens entwickelt und verfügte Ende März 2025 über einen Marktanteil von 64,3 Prozent mit einer Flotte von 434 Flugzeugen. Der geplante Verkauf von Anteilen durch Gangwal könnte Analysten zufolge verschiedene Gründe haben, darunter die Realisierung von Gewinnen nach der positiven Entwicklung des Aktienkurses von Indigo in den letzten Jahren.