Die indische Fluggesellschaft IndiGo, die größte des Landes, setzt ihre aggressive Expansion im internationalen Flugverkehr fort. Im laufenden Geschäftsjahr plant die Airline die Aufnahme von Direktflügen nach London, Athen, Kopenhagen, Siem Reap sowie in vier zentralasiatische Städte. Bereits im Juli sollen Langstreckenverbindungen von Mumbai nach Manchester und Amsterdam folgen. Für diese neuen Langstrecken setzt IndiGo sechs geleaste Boeing 787-9 Flugzeuge von Norse Atlantic Airways ein.
Laut CEO Pieter Elbers sieht IndiGo ein starkes Wachstumspotenzial in der indischen Luftfahrt, wobei sich die Passagierzahlen bis 2030 voraussichtlich verdoppeln werden. Er betonte zudem das Potential Indiens, sich zu einem globalen Luftfahrtdrehkreuz zu entwickeln. Die Fluggesellschaft betreibt derzeit über 2.300 tägliche Flüge zu mehr als 90 inländischen und über 40 internationalen Zielen und plant, ihre Flotte bis zum Geschäftsjahr 2030 auf über 600 Flugzeuge zu erweitern.
IndiGo unterhält zwar verschiedene Partnerschaften, plant aber derzeit keinen Beitritt zu einer globalen Luftfahrtallianz. Bemerkenswert ist, daß IndiGo mit 15 Prozent den höchsten Anteil weiblicher Piloten unter den indischen Fluggesellschaften aufweist. Im Juni wird IndiGo zudem die 81. Jahreshauptversammlung der IATA in Delhi ausrichten, die erstmals seit 42 Jahren wieder in Indien stattfindet.