Airbus A330-300 (Foto: Jan Gruber).
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International Airlines Group erweitert Flottenbestellungen bei Airbus und Boeing

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Die International Airlines Group (IAG), die Muttergesellschaft von British Airways, Iberia, Vueling und Aer Lingus, hat bestehende Optionen für den Erwerb von insgesamt 20 weiteren Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen ausgeübt.

Das Unternehmen festigte damit die Abnahme von zehn zusätzlichen Maschinen der Airbus A320neo-Familie sowie zehn Flugzeugen des Typs Boeing 737 Max. Diese strategische Entscheidung dient der langfristigen Kapazitätsplanung und der Modernisierung der Flotten innerhalb der verschiedenen Konzerntöchter. Während die Auslieferung der Boeing-Modelle für die Jahre 2028 und 2029 terminiert ist, werden die Airbus-Maschinen voraussichtlich erst im Jahr 2030 zur Flotte stoßen.

Bisher hat der Konzern nicht spezifiziert, welche genauen Varianten der jeweiligen Flugzeugfamilien – etwa die A321neo oder die größere 737 Max 10 – geordert wurden. Auch die Zuweisung an die einzelnen Fluggesellschaften der Gruppe bleibt vorerst offen. Branchenexperten gehen jedoch davon aus, dass ein Großteil der Boeing-Bestellungen für die Billigflugtochter Vueling oder zur Erneuerung der Kurzstreckenflotte von British Airways am Standort London-Gatwick vorgesehen sein könnte, wo bereits zuvor 737-Modelle eingeplant waren. Die Airbus-Maschinen hingegen gelten als wahrscheinlichster Ersatz für ältere A320-Bestände bei Iberia oder Aer Lingus, um die betriebliche Effizienz durch modernere Triebwerkstechnologien zu steigern.

Zusätzliche Recherchen im Umfeld der IAG belegen, dass diese Bestellung Teil einer umfassenden Flottenstrategie ist, die darauf abzielt, die Abhängigkeit von einzelnen Herstellern zu verringern und gleichzeitig Skaleneffekte bei der Wartung zu nutzen. Der Konzern hatte bereits in der Vergangenheit Großaufträge gesplittet, um eine höhere Flexibilität bei Lieferzeiten und Preisverhandlungen zu erreichen. Aktuell sieht sich die Gruppe, wie viele andere Akteure der Luftfahrtbranche, mit Verzögerungen bei den Auslieferungen seitens der Hersteller konfrontiert. Die nun gezogenen Optionen sichern dem Unternehmen wichtige Produktionsslots am Ende des Jahrzehnts, was angesichts der hohen Nachfrage nach effizienten Schmalrumpfflugzeugen als defensiver Schritt zur Kapazitätssicherung gewertet wird.

Die finanziellen Details der Transaktion wurden nicht vollständig offengelegt, orientieren sich jedoch an den bereits in früheren Rahmenverträgen ausgehandelten Konditionen, die oft erhebliche Rabatte auf die Listenpreise beinhalten. Die IAG verfolgt mit diesem Schritt das Ziel, das Durchschnittsalter ihrer Flugzeuge kontinuierlich zu senken, um die Betriebskosten pro Sitzplatzmeile stabil zu halten. In einem Marktumfeld, das von steigenden Infrastrukturkosten und Personalaufwendungen geprägt ist, bildet die technische Zuverlässigkeit der Flotte das Rückgrat für die angestrebte Profitabilität des Gesamtkonzerns in den kommenden zehn Jahren.

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