Check-In-Schalter in Zürich (Foto: Flughafen Zürich AG).
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IT-Störung am Flughafen Zürich: Systemausfall führt zu Kapazitätsbeschränkungen und Verspätungen

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Am Flughafen Zürich ist es seit Dienstag zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flugbetrieb gekommen.

Ursache ist der Teilausfall eines zentralen Informatiksystems, das für die elektronische Abflugplanung, die Zuordnung von Flugzeugstandplätzen sowie die Koordination mit der Schweizer Flugsicherung Skyguide und der europäischen Luftstraßensteuerung Eurocontrol verantwortlich ist. Um den regulären Passagierverkehr zu priorisieren und Überlastungen zu vermeiden, schränkten die Flughafenbehörden den privaten Freizeitflugverkehr auf dem Areal weitgehend ein. Techniker des Betreibers und des externen Systemlieferanten arbeiten an der Fehlerbehebung, während zusätzliches Personal im Terminalbereich im Einsatz ist.

Durch den Ausfall der automatisierten Steuerung mussten die Mitarbeiter auf ein manuelles Ausweichverfahren umstellen. Die händische Eingabe und Abstimmung der Flugdaten nimmt deutlich mehr Zeit in Anspruch, was die Gesamtkapazität der Start- und Landebahnen spürbar verringert. Die reduzierte Abwicklungsrate führte bereits am Dienstag zu Verspätungen sowie zu vereinzelten Flugstreichungen. Zudem überschritten acht Maschinen die reguläre Nachtflugschneise und landeten nach 23:30 Uhr, wobei der letzte Touchdown um 23:55 Uhr erfolgte. Auch am Mittwoch hielten die Verzögerungen im Abflug- und Ankunftsplan an.

Der Zwischenfall unterstreicht die hohe Verwundbarkeit moderner Drehkreuze bei Störungen der digitalen Infrastruktur. In komplexen Flughafenökosystemen führt der Ausfall einzelner Softwarekomponenten rasch zu Rückstaus im Gesamtsystem. Zwar griffen die eingeübten Notfallprotokolle, um den Flugbetrieb sicher aufrechtzuerhalten, doch zeigt die Notwendigkeit manueller Prozesse, dass digitale Ausfallsicherungen in Spitzenzeiten nur begrenzte Kapazitäten garantieren können.

Der Betreiber empfahl Reisenden, den Flugstatus vor der Anreise zum Flughafen online zu überprüfen. Die Untersuchungen zur genauen Ursache der Systemstörung dauern an. Bislang liegen keine Hinweise auf externe Eingriffe vor, jedoch bleibt die vollständige Wiederherstellung des Regelsystems Voraussetzung für eine Rückkehr zum gewohnten Flugplan.

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