Im Rahmen der Ermittlungen zu dem tragischen Flugzeugunglück in Südkorea, bei dem Ende Dezember 179 Menschen ums Leben kamen, haben vorläufige Untersuchungen Hinweise auf einen Vogelschlag als mögliche Unfallursache geliefert. In beiden Triebwerken der abgestürzten Boeing 737-800 der südkoreanischen Billigfluggesellschaft Jeju Air wurden Vogelfedern und Blutspuren gefunden. Eine DNA-Analyse ergab, dass es sich um Federn und Blut von Gluckenten handelte, die in der Region als Zugvögel bekannt sind. Diese Vögel fliegen im Winter von ihren Brutgebieten in Sibirien zur koreanischen Halbinsel.
Die Piloten des Flugzeugs hatten laut den Ermittlern beim Anflug auf die Landebahn eine Gruppe von Vögeln identifiziert. Überwachungsaufnahmen zeigen, wie das Flugzeug während des Durchstartens auf die Vögel zusteuert. Obwohl Vogelschlag als eine mögliche Ursache für den Unfall betrachtet wird, gab es bislang keine Informationen darüber, ob die Triebwerke vor dem Absturz ausgefallen waren.
In der vorläufigen Untersuchung wurde zudem festgestellt, dass sowohl der Cockpit-Stimmenrekorder als auch der Flugdatenschreiber vier Minuten vor dem Absturz ausgefallen sind. Eine genaue Ursache für das Versagen dieser Geräte wurde bisher nicht ermittelt. Die Boeing 737-800 war am 29. Dezember 2024 auf einem Flug von Thailand nach Südkorea abgestürzt. Während der Landung am Flughafen Muan schoss das Flugzeug ohne ausgefahrenes Fahrwerk über die Landebahn hinaus, prallte gegen eine Betonmauer und ging in Flammen auf. Nur zwei der 181 Insassen, darunter Besatzungsmitglieder, überlebten das Unglück. Ermittler planen nun, die Triebwerke des Flugzeugs zu zerlegen und die einzelnen Komponenten eingehend zu untersuchen, um die genaue Unfallursache weiter zu klären.