JetBlue Airways, die in New York ansässige Fluggesellschaft, nimmt im Sommer 2025 bedeutende Anpassungen in ihrer Flottenstrategie vor. Die Fluggesellschaft plant, auf der Strecke zwischen dem Boston Logan International Airport (BOS) und dem London Gatwick International Airport (LGW) ihre Airbus A321LR durch Airbus A321neo zu ersetzen. Gleichzeitig erweitert JetBlue ihr europäisches Streckennetz mit neuen Verbindungen nach Edinburgh und Madrid.
Laut der Luftfahrt-Analysefirma Cirium wird JetBlue im Sommer 2025 die bisher auf der Strecke Boston–London Gatwick eingesetzten Airbus A321LR durch Airbus A321neo ersetzen. Diese Entscheidung zielt darauf ab, die Kapazität auf dieser Transatlantikroute zu erhöhen. Der Airbus A321LR bietet Platz für 138 Passagiere in einer Drei-Klassen-Konfiguration: 24 Sitze in der Business Class (Mint), 24 in der Premium Economy und 90 in der Economy Class. Im Vergleich dazu verfügt der Airbus A321neo über 160 Sitzplätze, verteilt auf 16 in der Business Class, 42 in der Premium Economy und 102 in der Economy Class. Durch den Einsatz des A321neo kann JetBlue somit mehr Passagiere befördern, insbesondere in den Economy- und Premium-Economy-Klassen, während die Anzahl der Business-Class-Plätze reduziert wird.
Trotz der Kapazitätserweiterung bleibt die Anzahl der Flüge zwischen Boston und London Gatwick unverändert. Von Mai bis Oktober 2025 sind planmäßig insgesamt 156 Flüge mit einer Gesamtkapazität von 24.410 Sitzplätzen vorgesehen. Besonders in den Sommermonaten Juli und August 2025 wird die Strecke mit je 31 Flügen pro Monat bedient, was einer monatlichen Kapazität von 4.960 Sitzplätzen entspricht.
JetBlue setzt mit dieser Anpassung auf ein effizienteres Flugzeug, das nicht nur mehr Passagiere transportieren kann, sondern auch betrieblich flexibler ist. Zudem dürfte der Airbus A321neo aufgrund modernerer Triebwerke wirtschaftlicher im Betrieb sein als der A321LR.
Erweiterung des europäischen Streckennetzes
Neben der Anpassung auf der Boston–London-Gatwick-Route erweitert JetBlue ab Mai 2025 ihr europäisches Angebot. Am 22. Mai 2025 startet die Fluggesellschaft eine neue Nonstop-Verbindung zwischen Boston Logan International Airport (BOS) und Edinburgh International Airport (EDI). Zeitgleich wird eine weitere Route nach Madrid Barajas International Airport (MAD) aufgenommen. Diese Erweiterungen unterstreichen JetBlues Bestrebungen, ihre Präsenz in Europa auszubauen und neue Märkte zu erschließen.
Die Route nach Edinburgh ist nicht völlig neu für JetBlue. Bereits im Mai 2024 nahm die Fluggesellschaft eine Verbindung von New York JFK nach Edinburgh auf. Die neue Boston-Verbindung erweitert nun das Schottland-Angebot der Airline. Madrid hingegen ist ein neues Ziel in JetBlues europr JetBlue. Bereits im Mai 2024 nahm die Fluggesellschaft eine Verbindung von New York JFK nach Edinburgh auf. Die neue Boston-Verbindung erweitert nun das Schottland-Angebot der Airline. Madrid hingegen ist ein neues Ziel in JetBlues europ\u00eischem Netzwerk. Die Aufnahme dieser Strecke bedeutet einen wichtigen Schritt in Richtung Südwesteuropa, nachdem sich die Airline zuvor vor allem auf Destinationen in Nord- und Mitteleuropa konzentriert hatte.
Konkurrenzsituation und Marktausblick
JetBlue konkurriert auf der Boston–London-Strecke mit etablierten Anbietern wie British Airways, Delta Air Lines und Virgin Atlantic. Allerdings bedienen diese Fluggesellschaften hauptsächlich den London Heathrow International Airport (LHR), während JetBlue London Gatwick anfliegt. Diese Differenzierung könnte JetBlue Vorteile bringen, insbesondere für Reisende, die Ziele im Süden Londons oder in den angrenzenden Regionen bevorzugen.
Der europäische Ausbau von JetBlue erfolgt zu einem Zeitpunkt, in dem die Nachfrage nach Transatlantikflügen wieder ansteigt. Besonders für Reisende aus den USA, die Städte wie Madrid und Edinburgh entdecken möchten, dürften die neuen Direktverbindungen eine attraktive Option sein. JetBlue setzt darauf, mit ihrem Service und den wettbewerbsfähigen Preisen neue Kundengruppen anzusprechen.