Airbus A320 (Foto: JetBlue Airways).
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JetBlue verlängert Flugstopp nach Haiti: Sicherheitslage bleibt angespannt

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Die US-amerikanische Fluggesellschaft JetBlue Airways hat ihre Flüge nach Port-au-Prince weiterhin ausgesetzt. Aufgrund der anhaltenden Sicherheitslage in Haiti werden keine Verbindungen zum Toussaint Louverture International Airport vor dem 11. Juni 2025 aufgenommen. Dies bestätigte ein Unternehmenssprecher am 6. März 2025. Zuvor hatte JetBlue angekündigt, den Flugstopp bis Ende April zu verlängern.

Die Aussetzung der Flüge steht im Zusammenhang mit der eskalierenden Gewalt in Haiti, insbesondere in der Hauptstadt Port-au-Prince. In den letzten Monaten kam es zu massiven Ausschreitungen und gezielten Angriffen auf den Flughafen sowie auf Flugzeuge im haitianischen Luftraum. Die Entscheidung von JetBlue, den Flugbetrieb weiterhin ruhen zu lassen, fiel nur wenige Tage bevor das Flugverbot der US-Luftfahrtbehörde FAA für Haiti am 12. März 2025 ausläuft.

Bereits im Dezember 2024 hatte Haitis Regierung den Toussaint Louverture International Airport nach einer einmonatigen Schließung wieder geöffnet. Zuvor hatten bewaffnete Gruppen mehrfach Schüsse auf startende und landende Maschinen abgegeben. Unter anderem meldeten Spirit Airlines, American Airlines und JetBlue Vorfälle, bei denen ihre Flugzeuge beschossen wurden.

Auswirkungen auf den Flugverkehr

Der Flugverkehr nach Haiti bleibt erheblich eingeschränkt. Während der Betrieb am Flughafen in Port-au-Prince weiterhin unsicher ist, gibt es noch vereinzelte Flüge von Cap-Haïtien nach Miami sowie in andere karibische Destinationen. Dennoch sind die Kapazitäten stark reduziert.

Reisewarnungen der US-Regierung und europäischer Behörden raten weiterhin dringend von Reisen nach Haiti ab. Das US-Außenministerium führt das Land in der höchsten Risikostufe und warnt vor der Gefahr von Entführungen, Gewaltverbrechen und einer völlig unzureichenden medizinischen Versorgung.

Anhaltende Gewalt in Haiti

Die Sicherheitslage in Haiti hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verschlechtert. Kriminelle Banden kontrollieren weite Teile der Hauptstadt und angrenzender Regionen. Die haitianische Polizei ist vielerorts nicht in der Lage, für Ordnung zu sorgen. Neben bewaffneten Überfällen und Entführungen gehört auch gezielte Gewalt gegen Regierungsstellen, Unternehmen und Infrastruktur zur täglichen Realität.

Der Flughafen Toussaint Louverture war bereits mehrfach Ziel von Angriffen. Neben den Schüssen auf Flugzeuge gab es Berichte über Plünderungen, Straßenblockaden und Angriffe auf Passagiere und Flughafenpersonal. Die unklare Sicherheitslage macht eine Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs nahezu unmöglich.

Internationale Reaktionen und Perspektiven

Internationale Organisationen und Regierungen haben die Entwicklungen in Haiti mit Besorgnis verfolgt. Die Vereinten Nationen haben wiederholt zu einer stärkeren internationalen Unterstützung für das Land aufgerufen. Dennoch bleibt die Lage instabil.

JetBlue betonte, dass die Entscheidung zur Verlängerung des Flugstopps auf einer kontinuierlichen Sicherheitsbewertung basiert. Eine frühere Wiederaufnahme der Flüge sei nicht ausgeschlossen, falls sich die Lage in Haiti verbessere. Die Fluggesellschaft werde die Situation weiterhin genau beobachten und ihre Pläne gegebenenfalls anpassen.

Bis auf Weiteres bleibt der Luftverkehr von und nach Haiti stark beeinträchtigt. Für Reisende, die in das Land fliegen oder es verlassen möchten, gibt es nur begrenzte Alternativen über andere karibische Flughäfen. Die humanitäre Lage verschärft sich weiter, da Lieferketten durch die unsichere Infrastruktur erheblich gestört sind.

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