Embraer 195-E2 in Werkslackierung (Foto: Jan Gruber).
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Jubiläum in der Zivilluftfahrt: Embraer übergibt den 2.000. E-Jet an den Großkunden Azul

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Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer hat die Auslieferung seines 2.000. Verkehrsflugzeugs aus der E-Jet-Baureihe vollzogen.

Bei dem Jubiläumsflugzeug handelt es sich um eine Maschine vom Typ E195-E2, die an die brasilianische Fluggesellschaft Azul Linhas Aéreas übergeben wurde. Die Übergabe stellt für das Unternehmen einen wichtigen Meilenstein in der seit 2004 laufenden Serienfertigung dieser Flugzeugfamilie dar. Die E-Jet-Baureihe, die sowohl die Erstgeneration E170 bis E195 als auch die überarbeiteten E2-Modelle umfasst, ist weltweit bei mehr als 90 Fluggesellschaften in über 60 Ländern im Einsatz.

Der Empfänger der Maschine, die Fluggesellschaft Azul, ist der größte Betreiber dieses Flugzeugtyps in Südamerika und fungierte bereits 2019 als Erstkunde für die E195-E2. Das neu übernommene Flugzeug bildet gleichzeitig die 50. Maschine der E2-Generation in der Flotte der Fluggesellschaft. Azul nutzt die Jets mit einer Kapazität von bis zu 146 Passagieren vorrangig für die Bedienung von Sekundärrouten und regionalen Inlandsverbindungen innerhalb Brasiliens, um Hauptverkehrsknotenpunkte mit kleineren Provinzflughäfen zu verbinden.

Seit dem Markteintritt vor zwei Jahrzehnten haben die Modelle der E-Jet-Familie nach Herstellerangaben mehr als 48 Millionen Flugstunden absolviert und über 2,85 Milliarden Passagiere befördert. Embraer hat sich mit dieser Produktlinie eine starke Marktposition im Segment der Regional- und Schmalrumpfflugzeuge bis 150 Sitzplätze erarbeitet und konkurriert dort unter anderem mit dem europäischen Flugzeugbauer Airbus und dessen Modell A220. Der kommerzielle Erfolg der E-Jets hat es dem brasilianischen Konzern ermöglicht, seine Präsenz über den traditionellen Regionalmarkt hinaus im Segment der kleineren Standardrumpfflugzeuge zu etablieren.

Branchenanalysten verweisen jedoch darauf, dass der Flugzeugbauer im Zuge der weltweiten Lieferkettenprobleme weiterhin vor Herausforderungen bei den Produktionsraten steht. Verzögerungen bei der Zulieferung von Triebwerken und Systemkomponenten belasten die Auslieferungspläne der Branche. Zudem steht Embraer vor der Aufgabe, die Profitabilität der E2-Sparte im intensiven Preiswettbewerb mit größeren Herstellern dauerhaft zu sichern, da hohe Entwicklungs- und Produktionskosten die Gesamtmarge im Segment der Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge belasten.

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