Die Betreibergesellschaft des Flughafens Wien hat das 20-jährige Bestehen des eigenständigen VIP-Terminals mit einem Festakt und einer neuen Kunstausstellung gefeiert. Das für die Abwicklung von Staatsgästen, Diplomaten und Privatreisenden genutzte Gebäude ging im Jahr 2006 im Rahmen des damaligen österreichischen EU-Ratsvorsitzes in Betrieb.
Unter dem Titel „20 Years of Transit – So Close to Heaven“ präsentiert die integrierte VIP Terminal Art Lounge Werke von zehn österreichischen Gegenwartskünstlern. Die von Esther Attar kuratierte Schau wurde vor rund 170 Gästen aus Diplomatie, Kunst und Wirtschaft eröffnet und widmet sich den Themen Bewegung und Zwischenaufenthalt im Flugverkehr.
Das VIP-Terminal wird von der Tochtergesellschaft Vienna Airport FBO betrieben und liegt abseits der regulären Passagierterminals. Der Gebäudekomplex verfügt über eigene Sicherheits- und Passkontrollstellen, abgegrenzte Salons sowie Fuhrparkkapazitäten zur direkten Betreuung am Flugzeug. Das Areal dient zugleich als operative Basis für die General Aviation und das Bedarfsfluggewerbe am Standort Schwechat. In den Jahren 2019 und 2024 wurden die Innenbereiche sowie die Loungezonen schrittweise umgebaut und kapazitativ erweitert.
Das Flughafenmanagement um die Vorstände Julian Jäger und Günther Ofner betont die Funktion der Einrichtung für die Anbindung der Region an den internationalen Luftverkehr. Neben diplomatischen Delegationen nutzen gewerbliche Charteranbieter sowie Einzelreisende die gebührenpflichtigen Services unabhängig von der gebuchten Fluggesellschaft. Die Auslastung des Terminals korreliert eng mit internationalen Konferenzen, Großveranstaltungen und dem Aufkommen von Geschäftsreiseflügen im Wiener Luftraum.
Für den Flughafenbetreiber bedeutet die Vorhaltung spezialisierter Abfertigungsinfrastruktur einen permanenten Betriebsaufwand im Bereich des Bodendienstes. Während exklusive Terminals höhere Entgelte pro Passagier generieren als der reguläre Linienbetrieb, hängen Auslastung und Ertragskraft stark von geopolitischen Rahmenbedingungen, dem diplomatischen Reisetagebuch sowie den Entwicklungen im europäischen Geschäftsflugverkehr ab.