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Jungpolitische Vertretung fordert Abschaffung der österreichischen Flugabgabe

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Im Rahmen ihres 34. Bundeskongresses in Wien hat sich die Nachwuchsorganisation Junos für das Ende der nationalen Ticketabgabe im Luftverkehr ausgesprochen.

Die neugewählte Bundesvorsitzende Susanna Riedlsperger kritisierte, dass die pauschale Sonderbelastung die Wettbewerbsfähigkeit heimischer Flughäfen schädige und zum Abwandern internationaler Fluggesellschaften beitrage. Nach Ansicht des Verbandes schwächt die Sondersteuer den Wirtschafts- und Exportstandort Österreich, ohne wirksame Effekte auf die globale Emissionsreduktion zu erzielen.

Die Positionierung der Nachwuchsorganisation reiht sich ein in eine breitere Debatte um die Kostenstrukturen der österreichischen Luftfahrtinfrastruktur. Mitte Oktober 2026 wiesen auch die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen (AÖV) sowie Vertretungen der Bundesländer Wien und Niederösterreich darauf hin, dass das Passagieraufkommen an österreichischen Standorten im dritten Quartal 2026 rückläufig war, während der nahegelegene Flughafen Bratislava spürbare Zuwächse verzeichnete. Aus Sicht der Kritiker verlagert die pauschale Flugabgabe in Höhe von zwölf Euro den Flugverkehr ins benachbarte Ausland und erzeugt zusätzliche Anreiseverkehre auf der Straße.

Die Organisation spricht sich zudem gegen direkte staatliche Streckensubventionen an Fluggesellschaften aus und plädiert stattdessen für wettbewerbsfähige, allgemeine Rahmenbedingungen. Da die Luftfahrtindustrie auf europäischer Ebene bereits dem EU-Emissionshandelssystem (EU-ETS) sowie gesetzlichen Quoten für nachhaltige Flugkraftstoffe (ReFuelEU Aviation) unterliegt, fordert der Verband den Verzicht auf nationale Sonderregeln zugunsten einheitlicher europäischer Vorgaben.

Branchenbeobachter verweisen darauf, dass die Diskussion um die Ticketabgabe das Spannungsfeld zwischen der Sicherung lokaler Arbeitsplätze an Luftfahrtdrehkreuzen und den finanziellen Zielsetzungen des Bundeshaushalts offenbart. Während Flughafenbetreiber und Wirtschaftsverbände verringerte Standortkosten verlangen, um den Abzug von Flugkapazitäten zu stoppen, halten Befürworter an der Abgabe als Steuerungsinstrument und Einnahmequelle fest.

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