Die finnische Fluggesellschaft Finnair besetzt eine Schlüsselposition in ihrer Unternehmensführung neu. Mit Wirkung zum 1. November 2026 übernimmt Jussi Siitonen das Amt des Chief Financial Officer (CFO).
Er folgt in dieser Funktion auf Pia Aaltonen-Forsell, die das Unternehmen verlässt. Siitonen bringt langjährige Erfahrung aus dem Finanzsektor mit und war zuletzt als CFO sowie als stellvertretender Chief Executive Officer bei der börsennotierten Fiskars Group tätig. Durch seine bisherige Mitgliedschaft im Aufsichtsrat von Finnair, der er seit dem Frühjahr 2024 angehörte, ist er mit den internen Abläufen der Fluggesellschaft bereits vertraut. Im Zuge seiner Berufung in den Vorstand hat er sein Aufsichtsratsmandat niedergelegt.
Der Wechsel in der Finanzleitung fällt in eine Phase organisatorischer Konsolidierung bei der skandinavischen Fluggesellschaft. Finnair hatte in den vergangenen Jahren mit erheblichen operativen Umstellungen zu kämpfen, die insbesondere durch die Schließung des russischen Luftraums ausgelöst wurden. Diese Gegebenheit verlangte eine grundlegende Überarbeitung des bisherigen Geschäftsmodells, das stark auf schnellen Transitverbindungen zwischen Europa und Asien über das Drehkreuz Helsinki-Vantaa basierte. Siitonen wird in seiner neuen Rolle direkt an den Vorstandsvorsitzenden Turkka Kuusisto berichten und die Aufgabe haben, die finanzielle Stabilität der Airline weiter zu sichern.
Vor seiner Tätigkeit bei der Fiskars Group hielt Siitonen leitende Finanzpositionen bei weiteren namhaften skandinavischen Konzernen wie Amer Sports und Paulig. Marktbeobachter sehen in seiner Ernennung den Versuch des Verwaltungsrats, finanzielle Kontinuität mit externer Expertise aus der Konsumgüter- und Markenindustrie zu verknüpfen. Das Ausscheiden von Pia Aaltonen-Forsell markiert zudem das Ende einer Periode, in der wesentliche Spar- und Restrukturierungsprogramme zur Bewältigung der gestiegenen Treibstoff- und Umleitungskosten umgesetzt wurden.
Trotz der Neubesetzung stehen der Führungsmannschaft von Finnair weiterhin erhebliche betriebswirtschaftliche Herausforderungen bevor. Die anhaltenden Flugzeitverlängerungen auf den Asien-Routen belasten die Flottenerneuerung und die Personalkostenstruktur der Fluggesellschaft im internationalen Wettbewerb. Es bleibt abzuwarten, wie effektiv das neue Führungsteam den Spagat zwischen notwendigen Kosteneinsparungen und den Investitionen in die Modernisierung der Kabinenausstattung und Flotte bewältigen wird.