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Kanadier wegen Flugzeugentführung und Terrorismusvorwurf angeklagt

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Ein 39-jähriger kanadischer Mann, Shaheer Cassim, ist wegen der Entführung einer kleinen Cessna 172S Skyhawk SP und einer als Terrorakt eingestuften Tat angeklagt worden. Cassim soll am Victoria International Airport die Kontrolle über das Flugzeug von einem Fluglehrer übernommen und es nach Vancouver geflogen haben. Der Vorfall führte dazu, daß die nordamerikanische Luftraumüberwachung NORAD F-15 Kampfflugzeuge aufsteigen ließ, bevor die Maschine sicher am Vancouver International Airport landete.

Die Behörden geben an, daß Cassim mit einem ideologischen Motiv gehandelt habe, um den Luftraum zu stören. In sozialen Medien mit ihm in Verbindung gebrachte Beiträge beschreiben apokalyptische Warnungen, religiöse Visionen und Behauptungen, er sei ein „Bote Allahs“, gesandt, um die Menschheit zu retten. Zudem soll er sich als „Sam Carana“ bezeichnet haben, ein Blogger hinter der Website Arctic News, die sich auf extreme Szenarien konzentriert. Diese ideologischen Motive führten zur Einstufung der Tat als Terrorismus.

Cassim war zuvor als Pilot für eine kleinere Fluggesellschaft tätig und soll später ein Medizinstudium begonnen haben. Seine ehemaligen Arbeitgeber beschrieben ihn als intelligent und fähig, zeigten sich aber überrascht über den Vorfall. Die Entführung führte zu einer kurzzeitigen Einstellung des Flugbetriebs am Vancouver Airport, wodurch neun Flüge umgeleitet und weitere für 39 Minuten am Boden gehalten werden mußten.

Offizielle Stellen lobten die Einsatzkräfte für die schnelle und sichere Beendigung der Situation, bei der es keine Verletzten oder weitere Störungen gab. Die Anklage gegen Cassim wegen Terrorismus zeigt die Ernsthaftigkeit, mit der Behörden auf solche Vorfälle reagieren, insbesondere wenn ideologische Motivationen im Spiel sind. Dieser Fall unterstreicht zudem die fortwährende Herausforderung für Sicherheitsbehörden, potenzielle Bedrohungen im Luftverkehr frühzeitig zu erkennen und abzuwenden.

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