Die staatliche Fluggesellschaft Ägyptens, Egyptair, nimmt für einen begrenzten Zeitraum im Februar 2026 eine signifikante Anpassung ihres Flugplans auf der Verbindung zwischen Kairo und Berlin vor.
Wie aus aktuellen Branchendaten von Aeroroutes.com hervorgeht, wird die Airline im Zeitraum vom 3. bis zum 7. Februar 2026 den Einsatz einer Boeing 787-9 „Dreamliner“ auf der Strecke zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) planen. Üblicherweise bedient Egyptair diese Route mit kleineren Schmalrumpfflugzeugen der Airbus A320neo-Familie. Der kurzzeitige Wechsel auf das deutlich größere Langstreckengerät deutet auf eine punktuell stark erhöhte Nachfrage hin, die durch reguläre Kapazitäten nicht abgedeckt werden kann.
Zusätzliche Recherchen im Bereich der regionalen Veranstaltungsplanung zeigen, dass in diesen Zeitraum bedeutende internationale Messen und Wirtschaftskonferenzen in der deutschen Hauptstadt fallen, die traditionell ein hohes Aufkommen an Fachbesuchern aus dem nordafrikanischen Raum generieren. Insbesondere die Fachmesse Fruit Logistica, die Anfang Februar in Berlin stattfindet, gilt als wichtiger Termin für ägyptische Agrarexporteure, was den Bedarf an zusätzlichen Sitzplätzen in der Business und Economy Class erklärt. Der Einsatz der Boeing 787-9 erhöht die verfügbare Kapazität pro Flug auf rund 300 Plätze und bietet zudem ein erweitertes Frachtvolumen für den Export hochwertiger Güter.
Die Boeing 787-9 stellt das modernste Segment in der Flotte von Egyptair dar und verfügt über eine zeitgemäße Kabinenausstattung mit Einzelsitzen in der Business Class, die sich in eine flache Liegefläche verwandeln lassen. Diese Aufwertung des Bordprodukts auf der Mittelstrecke nach Berlin stärkt die Position der Fluggesellschaft im Wettbewerb mit anderen Netzwerk-Carriern, die Berlin über ihre jeweiligen Drehkreuze anbinden. Analysten weisen darauf hin, dass Egyptair ihre Dreamliner-Flotte strategisch nutzt, um auf saisonale Spitzen im europäischen Markt flexibel zu reagieren, ohne dauerhaft teure Überkapazitäten aufzubauen.
Wirtschaftlich profitiert die Airline von der hohen Auslastung der Premium-Segmente während solcher Großereignisse. Parallel zum Passagierverkehr ermöglicht die Boeing 787-9 durch ihre großzügigen Unterdeck-Kapazitäten den Transport von bis zu 15 Tonnen Beiladefracht, was für den zeitkritischen Austausch von Waren zwischen Ägypten und dem deutschen Markt von Bedeutung ist. Nach dem 7. Februar ist nach aktuellem Stand die Rückkehr zum regulären Betrieb mit kleinerem Fluggerät vorgesehen, wobei Egyptair die Entwicklung der Buchungszahlen für das restliche erste Quartal 2026 weiterhin genau beobachtet, um bei Bedarf weitere Anpassungen vorzunehmen.