Das Karikaturmuseum Krems eröffnete am 12. Juli 2025vdrei neue Ausstellungen, die sich dem Thema Wald widmen. Unter dem Schwerpunkt „Wald 2025“ beleuchten die Schauen das Verhältnis zwischen Natur und Mensch auf humorvolle und kritische Weise. Das vielseitige Eröffnungsprogramm umfaßt eine Signierstunde mit ausstellenden Künstlern, eine Lesung mit Live-Zeichnen mit Axel Scheffler sowie ein Family Factory Spezial. Mit diesen Ausstellungen möchte das Museum nach eigenen Angaben das Publikum zu einer vielschichtigen Erkundung des Waldes einladen.
Die Hauptausstellung „Sehnsucht Wald“ präsentiert über 130 Originale und Dermoplastiken, welche den Wald poetisch, pointiert und politisch thematisieren. Die Bandbreite der Darstellungen reicht von Märchenmotiven bis zu Darstellungen von Jagdszenen und Freizeitsport. Künstler wie Bruno Haberzettl, Manfred Deix, IRONIMUS, Erich Sokol, Sarah Morrissette, Gerhard Glück, Sis M. Koch und Erich Eibl nehmen das Verhältnis zwischen Mensch und Natur aufs Korn. Um ein sinnliches Erlebnis für die ganze Familie zu schaffen, wurden Naturmaterialien, Objekte wie eine Jagdkanzel und Sinnesstationen in die Gestaltung integriert. Diese Themenschau befaßt sich auch satirisch mit Aspekten wie Jagdfieber, Freizeitkult und dem Bewußtsein für die Natur.
Eine weitere Ausstellung, „Ulli Lust: Reise zu unseren Wurzeln“, schlägt eine Brücke zur Frühgeschichte der Kunst und zur kulturellen Bedeutung des Waldes. Ulli Lust, eine international bekannte Comic-Künstlerin, verbindet in diesem Exkurs die Frage „Wie alt ist der Wald“ mit der Hauptausstellung. Ihre zentralen Werke beleuchten Themen wie Identität, Geschlechterrollen und Sexualität. Auszüge aus ihrem essayistischen Comicsachbuch „Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte“, für welches sie den Deutschen Sachbuchpreis 2025 erhielt, geben Einblicke in die Entstehung und Veränderung des Waldes. Es ist das erste Mal in der Geschichte dieses Preises, daß ein Comic ausgezeichnet wurde.
Als besonderes Familien-Highlight zieht der weltbekannte „Grüffelo“ in Österreichs einziges Museum für satirische Kunst ein. Seit seiner Entstehung im Jahr 1999 hat „Der Grüffelo“ von Julia Donaldson mit den Illustrationen von Axel Scheffler Kinder weltweit begeistert und wurde in über 110 Sprachen und Dialekte übersetzt. Die Ausstellung „Grüffelo & Co. Die Bilderbuch-Welt von Axel Scheffler und Julia Donaldson“ zeigt rund 80 originale Illustrationen, die von Selbstvertrauen, dem Überwinden von Ängsten, Freundschaft und Zusammenhalt erzählen. Skizzen und Coverentwürfe bieten zudem Einblicke in die Arbeitsweise von Scheffler und die Zusammenarbeit mit Donaldson. Alle drei Ausstellungen sind vom 12. Juli 2025 bis zum 5. Juli 2026 zu sehen.