Die kasachische Fluggesellschaft Qazaq Air ist derzeit auf die Durchführung von Regionalflügen, vornehmlich im Inland spezialisert. Die derzeit aus fünf de Havilland Dash 8-400 bestehende Flotte soll um Regionaljets und Narrowbodies erweitert werden.
Das Luftfahrtunternehmen befindet sich indirekt in Staatseigentum. Geschäftsführer Yerkin Nauryzbayev erklärte gegenüber Aviation Week unter anderem, dass im Inlands- und Regionalverkehr akuter Kapazitätsmangel besteht. Diese Lücke will man füllen und die Flotte um Regionaljets und Schmalrumpfflugzeuge erweitern.
Derzeit betreibt Qazaq Air fünf Turbopropflugzeuge des Typs de Havilland Dash 8-400. Das durchschnittliche Alter ist mit 5,7 Jahren äußert jung. Man steht innerhalb von Kasachstan im Wettbewerb mit Scat, FlyArystan und Air Astana. Derzeit verfügt lediglich das zuletzt genannte Luftfahrtunternehmen über Regionaljets. Air Astana hat fünf Embraer 190-E2.
Während Scat eine private Fluggesellschaft ist, befindet sich Air Astana mehrheitlich im Eigentum des Staats. FlyArystan ist eine Tochter dieser Airline. Qazaq Air gehört über eine Staatsholding Samruk Kazyna ebenfalls dem Staat. Es gibt immer wieder Stimmen, die die Privatisierung dieses Regiocarriers fordern.
Nauryzbayev nannte noch keine näheren Details zu den Maschinentypen und deren Anzahl, die man einflotten möchte. Im Bereich der Narrowbodies scheint man aber zwischen Boeing 737 und Airbus A320 zu sondieren. Bei den Regiojets dürften wohl Embraer und Airbus in direkter Konkurrenz um einen möglichen Auftrag stehen. Alternativ kann man sich auch den Bezug über den Gebrauchtmarkt oder Leasinggeber vorstellen.