Die isländische Billigfluggesellschaft Play kann sich vorstellen in Zukunft auch mit A321LR/A321XLR zu fliegen. Allerdings hat man kurzfristige Pläne zur EInflottung zurückgestellt. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte das Muster laut Firmenchef Birgir Jónsson aber interessant werden.
„Es ist ein sehr, sehr interessantes Flugzeug, weil es den Vorteil eines Großraumflugzeugs bietet. Man hat die Reichweite, aber das Kostenprofil ist völlig anders. Es könnte also tatsächlich perfekt für unser Geschäftsmodell sein“, so Jónsson gegenüber dem englischsprachigen Portal Simple Flying.
Die ursprüngliche Planung sah vor, dass heuer ein Airbus A321LR eingeflottet wird. Dieser sollte zwischen Keflavik und Orlando eingesetzt werden. Allerdings hat man das Vorhaben unter Verweis auf die momentan hohen Treibstoffpreise auf die lange Bank geschoben. Stattdessen flottete man einen Airbus A320neo, der ursprünglich für die russische Smartavia bestimmt war, ein.
Dennoch sind sowohl die Einflottung von A321LR/XLR sowie die Aufnahme der Orlando-Verbindung nicht endgültig vom Tisch. Aus der Sicht von Play hat man dies lediglich auf unbestimmte Zeit verschoben. Jónsson betont gegenüber Simple Flying, dass man „keine fixen Pläne“ hat „A321LR oder gar A321XLR eingeflotten“. Er fügte hinzu: „Wir beobachten die Entwicklung sehr genau, denn die geografische Lage Islands insbesondere, wenn man die XLR in Betracht zieht, kann einige sehr interessante Möglichkeiten eröffnen“.
Man will sich erst um das Jahr 2025 mit der LR/XLR-Thematik befassen und dann die entsprechenden Entscheidungen treffen. Bis dahin soll die Flotte auf 15 Airbus A320neo/A321neo erweitert werden. Diese Anzahl von Flugzeugen hält man für die so genannte kritische Größe, ob von/nach Keflavik gewinnbringend operieren zu können.