Keine Esta-Einreise: Voraufenthalt in Kuba sorgt für Probleme bei Einreise in USA

Flagge von Kuba (Foto: Pixabay).
Flagge von Kuba (Foto: Pixabay).

Keine Esta-Einreise: Voraufenthalt in Kuba sorgt für Probleme bei Einreise in USA

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Jetzt ist es offiziell: Wer in Kuba war, kann nicht mehr visumfrei mit Esta in die USA einreisen. Nicht nur bekommen Kuba-Reisende kein Esta mehr. Mit einer Kuba-Reise wird auch ein noch bestehendes Esta ungültig.

Bereits seit Monaten waren vereinzelt Fälle bekannt geworden, in denen Menschen nach einem Aufenthalt in Kuba nicht per Esta in die USA einreisen durften. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Reise in den Karibikstaat gerade erst stattgefunden hat oder schon länger zurückliegt. Nun machen es die US-amerikanischen Einreisebehörden auch offiziell: Auf der Esta-Registrierungs-Website befindet sich jetzt ein Hinweis, dass Kuba von den USA als terrorunterstützender Staat eingestuft wird. Personen, die in der Vergangenheit in Länder mit diesem Status gereist sind, wird eine Einreise per Esta verwehrt.

Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein generelles Einreiseverbot. Nur die Teilnahme am Visa-Waiver-Programm, also der visumfreien Einreise, ist nicht mehr möglich. Statt der unkomplizierten Esta-Genehmigung, die 21 Euro kostet und zwei Jahre gültig bleibt, muss dann auch für touristische Aufenthalte ein reguläres Visum beantragt werden. Dies sei jedoch nur mit einem Termin im Konsulat möglich, auf den derzeit oft monatelang gewartet werden muss, wie das Schweizer Reiseportal About Travel berichtet.

Damit dürfte der Tourismus nach Kuba noch einmal empfindlich getroffen werden. Als Reaktion auf die verschärfte Regelung kündigten die kubanischen Grenzbehörden bereits an, auf das Abstempeln des Reisepasses von Urlaubern verzichten zu wollen beziehungsweise dies nur noch auf explizite Nachfrage zu tun. Damit sollen Voraufenthalte in Kuba für spätere Einreisen in die USA verschleierbar sein. Doch selbst dann bleiben die Reisen nicht unentdeckt: Zwar wird bei der Online-Esta-Beantragung nicht explizit nach einer vorherigen Kuba-Reise gefragt, die Anträge werden aber nicht selten zumindest stichprobenartig genau überprüft. Kommt das Verschweigen dabei ans Licht, etwa wegen geposteter Kuba-Fotos auf einem Social Media-Kanal, drohen je nach dem sofortige Abschiebung und lebenslanges Einreiseverbot in die USA.

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