Die maltesische Nationalfluggesellschaft KM Malta Airlines hat ihren Flugplan für die Sommersaison 2026 vorgestellt und kündigt damit das umfangreichste Programm seit ihrer Gründung an. Zwischen Ende März und Ende Oktober plant das Unternehmen die Durchführung von insgesamt 7.948 Flügen auf 19 verschiedenen Routen. Mit einer Gesamtkapazität von rund 1,34 Millionen Sitzplätzen und durchschnittlich 262 wöchentlichen Verbindungen festigt die Fluggesellschaft die Anbindung des Inselstaates an wichtige europäische Wirtschaftszentren und Tourismusregionen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer deutlichen Steigerung der verfügbaren Kapazitäten, um der stabilen Nachfrage im Mittelmeerraum gerecht zu werden.
Eine wesentliche Neuerung im Streckennetz ist die Aufnahme einer Direktverbindung nach Tel Aviv, die ab dem 27. Mai 2026 zweimal wöchentlich bedient wird. Jeweils mittwochs und sonntags wird diese Route beflogen, was die strategische Ausrichtung der Airline im östlichen Mittelmeerraum unterstreicht. Parallel dazu werden die Frequenzen auf bestehenden Kernrouten massiv ausgebaut. London-Gatwick wird künftig bis zu 23 Mal pro Woche angeflogen, während auch die Verbindungen nach Brüssel verstärkt werden. Die saisonale Wiederaufnahme der Strecke nach Catania ergänzt das Portfolio für den Kurzstreckenverkehr nach Italien.
Um die ambitionierten Wachstumsziele zu erreichen, setzt KM Malta Airlines auf eine maximale Effizienz ihrer Flotte, die derzeit aus acht modernen Airbus-Maschinen besteht. Die Flugzeuge sollen während der Sommermonate eine durchschnittliche tägliche Einsatzzeit von zwölf Stunden erreichen. Wichtige europäische Drehkreuze wie München, Paris, Rom und London werden dabei jeweils zweimal täglich bedient. Diese hohe Taktung soll insbesondere für Geschäftsreisende attraktive Umsteigemöglichkeiten schaffen und die Marktposition gegenüber internationalen Mitbewerbern sichern. Die Fluggesellschaft reagiert damit auf die steigende Bedeutung Maltas als Wirtschaftsstandort.
Die operative Planung für 2026 sieht zudem eine engere Verzahnung mit Partnergesellschaften durch Codeshare-Abkommen vor, um Passagieren den Zugang zu einem globalen Netzwerk zu erleichtern. Branchenanalysen zeigen, dass KM Malta Airlines durch die Konzentration auf passagierstarke Routen ihre Rentabilität steigern will, nachdem die Vorgängergesellschaft Air Malta im Jahr 2024 den Betrieb eingestellt hatte. Die Investition in zusätzliche Frequenzen und neue Ziele wie Tel Aviv wird als klares Zeichen für die Konsolidierung der neuen Nationalairline gewertet, die sich im Wettbewerbsumfeld der europäischen Luftfahrt als zuverlässiger Dienstleister etablieren möchte.