Flughafen Köln/Bonn (Foto: Jan Gruber).
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Köln: Aufsichtsrat verlängert Vertrag von Flughafengeschäftsführer Cenk Özöztürk

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Der Aufsichtsrat der Flughafen Köln/Bonn GmbH hat in seiner Sitzung am 25. Juni 2026 die vorzeitige Verlängerung des Vertrages von Geschäftsführer Cenk Özöztürk beschlossen. Der 47-Jährige bindet sich damit für weitere fünf Jahre an das Unternehmen und bleibt bis zum Jahr 2032 Teil des zweiköpfigen Führungsgremiums.

Özöztürk leitet den Flughafen weiterhin gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung, Thilo Schmid. In seiner Funktion als Chief Operating Officer verantwortet er die operativen Kernbereiche Aviation, Ground Services, Personal, Infrastruktur sowie die Informationstechnologie des rheinischen Verkehrsflughafens.

Özöztürk ist bereits seit dem Jahr 2013 für die Flughafengesellschaft tätig und durchlief dort mehrere Führungspositionen, bevor er im Sommer 2024 zum Geschäftsführer berufen wurde. Zu seinen bisherigen Aufgabenbereichen gehörten unter anderem die Leitung des Personalwesens sowie die operative Führung als Executive Vice President Aviation. Der Aufsichtsratsvorsitzende Klaus-Dieter Scheurle begründete die vorzeitige Entscheidung mit der Absicht, personelle Planungssicherheit für anstehende Modernisierungsvorhaben zu schaffen. Hierzu zählt insbesondere das Digitalisierungsprogramm „Next Chapter“, welches eine Umstrukturierung der Passagierabfertigung und den Ausbau digitaler Dienstleistungen vorsieht.

Luftfahrtexperten bewerten die personelle Kontinuität an der Spitze des drittgrößten deutschen Frachtflughafens als Reaktion auf ein volatiles wirtschaftliches Umfeld. Der Flughafen Köln/Bonn steht unter erheblichem Druck, da gestiegene staatliche Standortabgaben in Deutschland sowie veränderte Netzwerkkonstruktionen von Billigfluggesellschaften zu spürbaren Rückgängen im klassischen Passagierverkehr geführt haben. So verzeichnete der Airport im laufenden Geschäftsjahr Konsolidierungseffekte durch Streckenstreichungen von Großkunden wie Ryanair. Die Geschäftsführung steht vor der Aufgabe, den Standort durch Effizienzsteigerungen im operativen Betrieb sowie durch eine Stabilisierung des Frachtgeschäfts gegenüber konkurrierenden europäischen Logistik-Drehkreuzen abzusichern.

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