Am Silvesterabend 2025 ereignete sich auf dem Vorfeld des Flughafens Eindhoven ein kostspieliger Zwischenfall mit einer Boeing 737-800 der Fluggesellschaft Transavia. Die Maschine mit dem Kennzeichen PH-HZO war zuvor unter der Flugnummer HV6652 ohne Vorkommnisse aus Málaga kommend in der niederländischen Provinz Nordbrabant gelandet.
Nachdem alle Passagiere das Flugzeug verlassen hatten, kollidierte ein Bodenabfertigungsfahrzeug, ein sogenannter Toilettenwagen, mit dem Rumpf der Maschine. Die Wucht des Aufpralls verursachte strukturelle Schäden am Flugzeuggehäuse, deren genaues Ausmaß derzeit von Technikern der Fluggesellschaft untersucht wird. Ein Sprecher von Transavia bestätigte, dass das Flugzeug bis auf Weiteres für den Flugbetrieb gesperrt bleibt und ein detaillierter Reparaturplan erstellt wird.
Zusätzliche Recherchen im Umfeld der Flughafensicherheit weisen darauf hin, dass Bodenkollisionen dieser Art oft auf menschliches Versagen oder technische Defekte an den Spezialfahrzeugen zurückzuführen sind. Der Vorfall in Eindhoven reiht sich ein in eine Serie von Zwischenfällen im Bereich der Bodenabfertigung (Ground Handling), die insbesondere in Phasen hoher Auslastung zum Jahreswechsel zunehmen. Für Transavia bedeutet der Ausfall der PH-HZO eine logistische Herausforderung, da die Boeing 737-800 ein Kernstück der Flotte für Kurz- und Mittelstrecken darstellt. Die Untersuchung wird zudem klären müssen, ob die Bremsen des Dienstfahrzeugs versagten oder ob Sicherheitsabstände missachtet wurden.
Der Flughafen Eindhoven ist für seine effiziente Abwicklung bekannt, doch dieser Unfall führt zu unmittelbaren Anpassungen im Flugplan. Da das beschädigte Flugzeug seit dem Silvesterabend nicht mehr einsatzfähig ist, musste Transavia bereits Ersatzmaschinen anfordern oder Flüge streichen, um die Rotationen aufrechtzuerhalten. Branchenkenner schätzen die Ausfallkosten pro Tag auf einen mittleren fünfstelligen Betrag, zuzüglich der noch nicht bezifferten Reparaturkosten. Wie lange die Instandsetzung dauern wird, hängt maßgeblich davon ab, ob tragende Teile der Flugzeugstruktur oder lediglich die Außenhaut betroffen sind. Die niederländische Flugsicherheitsbehörde wurde über den Vorfall routinemäßig informiert.
Die Boeing 737-800 ist zwar für ihre Robustheit bekannt, doch erfordern Schäden am Rumpf oft aufwendige Zertifizierungen durch Spezialisten, bevor eine erneute Freigabe für den Passagierverkehr erfolgen kann. Transavia prüft derzeit auch die Haftungsfragen gegenüber dem externen Dienstleister, der für die Bodenabfertigung am Flughafen Eindhoven zuständig ist. Während der Reparaturarbeiten verbleibt die Maschine in einem Wartungshangar am Standort. Solche Vorfälle unterstreichen die Komplexität der Logistik auf dem Rollfeld, wo koordinierte Bewegungen von Flugzeugen und Servicefahrzeugen unter hohem Zeitdruck stattfinden müssen.