Das Schweizer Technologieunternehmen Peak Plus AG hat eine Partnerschaft mit dem Reise- und Lifestyle-Club „A small world“ vereinbart. Gegenstand der Kooperation ist die Vermarktung der Plattform PeakJet, die über ein digitales Buchungssystem halbprivate Jet-Reisen anbietet.
Durch das Abkommen erhalten Mitglieder des Netzwerks Sonderkonditionen sowie vereinfachten Zugang zu Flügen ab dem General Aviation Center des Flughafens Zürich. Das Geschäftsmodell von PeakJet basiert auf dem Verkauf einzelner Sitzplätze in Privatflugzeugen, wodurch Kunden keinen vollständigen Chartervertrag für eine gesamte Maschine abschließen müssen.
Der Flugbetrieb von PeakJet konzentriert sich derzeit auf europäische Verbindungen ab Zürich zu Zielen wie Nizza, Palma de Mallorca und Málaga. Für den weiteren Jahresverlauf sind zusätzliche Strecken nach Paris, München und Mailand vorgesehen. Der Nutzen für die Passagiere liegt vor allem in der Nutzung separater Terminals der allgemeinen Luftfahrt, was kürzere Check-in-Zeiten und die Vermeidung des regulären Passagieraufkommens in kommerziellen Terminalgebäuden ermöglicht. Über die Partnerschaft werden Rabatte auf die Regulärtarife gewährt, um die Auslastung der Flüge zu erhöhen.
Die Bündelung von Kapazitäten im Segment der halbprivaten Luftfahrt ist eine Reaktion auf die veränderten Anforderungen im Markt für individuelle Flugreisen. Anbieter in diesem Segment versuchen, die Lücke zwischen der Ersten Klasse kommerzieller Linienfluggesellschaften und dem kostenintensiven Individualcharter zu schließen. Für den Club Betreiber „A small world“ bedeutet die Integration des Dienstes eine Erweiterung seines Reiseportfolios, während die Peak Plus AG den Kundenstamm der Plattform gezielt vergrößern möchte.
Das Konzept des Einzelplatzverkaufs in der Geschäftsluftfahrt steht jedoch vor strukturellen und wirtschaftlichen Aufgaben. Die Rentabilität fahrplanmäßiger Verbindungen im Nischensegment hängt stark von einer dauerhaft hohen Sitzplatzauslastung ab. Im Gegensatz zu flexiblen Charterflügen entstehen bei festen Flugplänen auch bei geringer Passagierzahl hohe Fixkosten für Treibstoff, Crew und Landing Fees. Zudem zeigt der Markt für halbprivate Flugeinsätze in Europa eine hohe Konkurrenz durch etablierte Reisedienstleister sowie durch bestehende Linienverbindungen auf den Hauptstrecken.