Die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air startet im Rahmen der bevorstehenden Fusion mit der Konkurrentin Asiana Airlines den operativen Umstellungsprozess der Buchungsdaten und Flugnummern.
Die Maßnahme dient der Vorbereitung auf den offiziellen Start des zusammengeschlossenen Flugbetriebs am 17. Dezember 2026. In der Phase vom 2. November bis zum 3. Dezember 2026 werden bestehende Reservierungen schrittweise angepasst, indem der bisherige Asiana-Airline-Code (OZ) systematisch durch den Code von Korean Air (KE) ersetzt wird. Betroffen von der Systemumstellung sind Fluggäste mit Ausstellungen von Asiana-Tickets für Abflüge ab dem Stichtag 17. Dezember.
Die gestaffelte Übertragung der Datensätze soll Systemüberlastungen verhindern und einen geordneten Übergang im Passagierdienst gewährleisten. Zur Vermeidung von Missverständnissen werden betroffene Ticketinhaber vor dem Reisedatum per SMS, Messanger-Diensten und E-Mail über die geänderten Buchungscodes und Flugzeiten informiert. Zusätzlich richtet die Fluggesellschaft auf ihren digitalen Portalen Informationskanäle für spezifische Kundenanfragen ein. Nach Angaben der Unternehmensleitung steht bei der technischen Konsolidierung die Vermeidung von Unterbrechungen im laufenden Reservierungs- und Passagierbetrieb im Vordergrund.
Die Zusammenführung der IT-Systeme bildet eine der komplexesten Phasen im Rahmen der Fusionsabwicklung der beiden größten Fluggesellschaften Südkoreas. Neben der Umschlüsselung der Flugnummern erfordert der Zusammenschluss die Abstimmung der Passagierdatenbanken, die Zusammenlegung der Vielfliegerprogramme sowie die Anpassung der Tarifstrukturen im gesamten Streckennetz. Die behördlichen Genehmigungen nationaler und internationaler Wettbewerbsbehörden machten dabei in den vergangenen Monaten umfangreiche Zugeständnisse bezüglich der Vergabe von Slot-Kapazitäten an Großflughäfen erforderlich.
Luftfahrtanalysten betonen, dass bei der Umstellung von weltweiten Buchungssystemen trotz schrittweiser Migration das Risiko technischer Störungen an den Flughafen-Check-in-Schaltern besteht. Insbesondere auf Interkontinentalstrecken mit Beteiligung von Partnergesellschaften kann die Änderung von Flugnummern kurzfristig zu Schnittstellenproblemen bei der Gepäckdurchfertigung führen. Korean Air steht daher vor der Anforderung, ihre Boden- und IT-Kapazitäten im November und Dezember personell aufzustocken, um Verzögerungen im Passagierprozess abzufangen.