Die südkoreanische Fluggesellschaft Korean Air verlegt ihren Betrieb am Flughafen Frankfurt mit Wirkung zum 24. April 2026 in das neu eröffnete Terminal 3. Als eine der ersten internationalen Fluggesellschaften nutzt der Carrier damit die hochmoderne Infrastruktur des südlichen Ausbaubereichs.
Die Check-in-Schalter befinden sich künftig im dritten Stockwerk des Bereichs J. Das Terminal 3 ist für eine Kapazität von bis zu 19 Millionen Passagieren pro Jahr ausgelegt und umfasst die Gate-Bereiche G, H und J. Die Anbindung an die bestehenden Terminals 1 und 3 wird durch das SkyLine-Bahnsystem sichergestellt, das für die Überbrückung der Distanz etwa acht Minuten benötigt.
Mit dem Umzug geht die Eröffnung einer neuen SkyTeam Lounge einher, die sich auf 550 Quadratmetern im Non-Schengen-Bereich des vierten Stocks befindet. Die Räumlichkeiten bieten Platz für 126 Gäste und richten sich an Passagiere der First und Prestige Class sowie an Statuskunden der Bonusprogramme. Zur Ausstattung gehören unter anderem Duschmöglichkeiten, ein Entspannungsbereich sowie schallisolierte Telefonkabinen für geschäftliche Tätigkeiten. Ein technologisches Merkmal der Lounge ist die digitale Speisekarte, über die warme Mahlzeiten mittels QR-Code direkt aus einem Live-Kochbereich bestellt werden können. Ein VIP-Raum ergänzt das Angebot für einen exklusiven Nutzerkreis.
Der Standortwechsel von Korean Air markiert den Beginn einer größeren Umverteilung der Fluggesellschaften am Standort Frankfurt. Es wird erwartet, dass sukzessive weitere Mitglieder der SkyTeam-Allianz sowie der Ferienflieger Condor ihre Abfertigung in das Terminal 3 verlegen werden. Condor plant die vollständige Verlagerung bis zum Sommer 2027, was insbesondere die Umsteigeprozesse zu innerdeutschen Zielen optimieren soll. Das Terminal 3 gilt als wichtigstes Infrastrukturprojekt des Flughafenbetreibers Fraport in den letzten Jahrzehnten, um die Abfertigungskapazitäten des Frankfurter Drehkreuzes signifikant zu erhöhen und die Spitzenlasten im internationalen Verkehr zu bewältigen.
In Fachkreisen wird der Umzug als strategischer Schritt gewertet, um die Servicequalität im harten Wettbewerb der asiatischen Langstreckenverbindungen zu steigern. Durch die Bündelung der SkyTeam-Partner im neuen Terminal sollen künftig Bodenzeiten verkürzt und die Effizienz der Passagierströme verbessert werden. Die neue Lounge dient dabei als Flaggschiff für die Allianz in Deutschland. Die täglichen Öffnungszeiten der Einrichtung orientieren sich flexibel an den Flugplänen der SkyTeam-Mitglieder, beginnend drei Stunden vor dem ersten Abflug bis zum Ende des täglichen Flugbetriebs.