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Kostendruck dämpft Gewinne der österreichischen Beherbergungsbetriebe trotz Höchstwerten

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Der Tourismusausschuss des österreichischen Nationalrats hat den aktuellen Bericht „Tourismus in Österreich 2025“ beraten.

Trotz eines neuen Rekords von 157,3 Millionen Übernachtungen im Jahr 2025 – gestützt auf 40,5 Millionen inländische und 116,8 Millionen ausländische Nächtigungen – bleibt die wirtschaftliche Lage vieler Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe angespannt. Experteneinschätzungen des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO und von Statistik Austria belegen, dass massiv gestiegene Ausgaben für Energie, Lebensmittel und Personalkosten die Erträge der Betriebe spürbar schmälern.

Die direkte Wertschöpfung der Branche stieg zwar auf geschätzte 33,1 Milliarden Euro beziehungsweise rund 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die realen Wertschöpfungsgewinne fallen jedoch verhalten aus. Während Betriebe Preiserhöhungen im Beherbergungsbereich teilweise an die Gäste weitergeben konnten, ließen sich die gestiegenen Lohnkosten nicht im selben Maße kompensieren. Die Gäste akzeptierten zwar höhere Preise, agierten vor Ort jedoch konsumrückhaltender. Parallel dazu verzeichnet die Branche eine kontinuierlich sinkende durchschnittliche Aufenthaltsdauer, die im Bericht für das Jahr 2025 mit 3,27 Nächten beziffert wird.

Zusätzlichen Wettbewerbsdruck erzeugt eine spürbare Zunahme der Bettenkapazitäten. Da das Bettenangebot schneller wächst als die Gesamtzahl der Übernachtungen, sinkt in einzelnen Regionen die durchschnittliche Auslastung. Zudem belasten hohe Investitionen in erweiterte Infrastrukturen, wie etwa aufwendige Wellnessbereiche, die Bilanzen kleinerer Unternehmen, da deren Ganzjahresauslastung oft unzureichend bleibt. Als weitere Herausforderungen für die kommenden Jahre nannte das Expertengremium den anhaltenden Mangel an Arbeitskräften sowie veränderte Reisegewohnheiten durch den Trend zu gewerblichen Ferienwohnungen.

Im parlamentarischen Ausschuss verwies Tourismusstaatssekretärin Elisabeth Zehetner auf Maßnahmen zur Unterstützung der Betriebe. Neben der Tourismusstrategie „Vision T“ und einer Initiative zur Nachfolgeförderung plant die Bundesregierung einen Digitalisierungs- und KI-Aktionsplan in Kooperation mit der Österreich Werbung. Um den Arbeitskräftemangel zu mildern und Saisonzeiten zu entzerren, stehen zudem Anpassungen bei der Rot-Weiß-Rot-Karte sowie Kooperationen zur Ausweitung von Ganzjahresangeboten im Raum.

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