Eisenbahn-Schienen (Foto: Ales Krivec/Unsplash).
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Kroatien investiert in die Bahninfrastruktur Istriens – Strabag übernimmt Sanierungsarbeiten

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Die beliebte Urlaubsregion Istrien in Kroatien, bekannt für malerische Orte wie Rovinj und Opatija, erlebt jährlich einen starken Zustrom von Touristen, insbesondere aus Deutschland, Österreich und Slowenien.

Um die Infrastruktur der Region weiter zu verbessern, hat die kroatische Regierung ein bedeutendes Projekt zur Erneuerung der Eisenbahnstrecken in der Gespanschaft Istrien initiiert. Ein zentraler Bestandteil dieser Initiative ist die Sanierung eines 50 Kilometer langen Abschnitts der Strecke Divača-Pula, von der slowenischen Grenze bis zum Ort Sveti Petar u Šumi im Landesinneren. Die Kosten für dieses Großprojekt werden auf 55 Millionen Euro geschätzt, und die Bauarbeiten sollen voraussichtlich drei Jahre in Anspruch nehmen. Das österreichische Bauunternehmen Strabag wurde mit der Durchführung dieser Sanierungsarbeiten beauftragt.

Historische Strecken aus der Monarchie werden modernisiert

Die betroffene Bahnstrecke nach Pula, der größten Stadt Istriens mit rund 52.000 Einwohnern, wurde im Jahr 1876 zu Zeiten der österreichisch-ungarischen Monarchie als Hauptverbindung der Istrianer Staatsbahn eröffnet. Pula war bis zum Ende des Ersten Weltkrieges im Jahr 1918 der wichtigste Kriegshafen der österreichischen Marine. Die nun anstehenden Bauarbeiten sind umfangreich und umfassen die Erneuerung von Brücken, Schienen, Schwellen, Weichen sowie Signal-, Sicherheits- und Verkehrsleitsystemen.

Auch der Unterbau an 21 Bahnübergängen soll modernisiert werden. Darüber hinaus ist eine Studie zur Modernisierung und Elektrifizierung des gesamten Streckenabschnitts von der slowenischen Grenze bis nach Pula Teil des Projekts. Ein wichtiges Ziel der Modernisierungsmaßnahmen ist es, die Anbindung Zentralistriens an die touristischen Zentren an der Küste zu verbessern, um Pendlern eine schnellere und unkompliziertere Anreise zu ihren Arbeitsplätzen zu ermöglichen. Die Bauarbeiten sollen Ende Mai 2025 beginnen.

Dieses Projekt stellt etwa ein Drittel der geplanten Erneuerung von insgesamt 144 Kilometern Bahnstrecke in Istrien dar, wie der kroatische Verkehrs- und Infrastrukturminister Oleg Butković erklärte. Kroatien investiert derzeit insgesamt 1,5 Milliarden Euro in die Erneuerung und den Ausbau seines veralteten Bahnnetzes, wobei die Gelder größtenteils aus Fördermitteln der Europäischen Union stammen.

Bereits im August 2022 hatte die Strabag einen Auftrag zur Modernisierung eines 44 Kilometer langen Abschnitts der Bahnstrecke zwischen Zagreb und der Hafenstadt Rijeka im Wert von 228 Millionen Euro erhalten, der ebenfalls maßgeblich aus EU-Mitteln finanziert wird. Diese umfassenden Investitionen unterstreichen das Bestreben Kroatiens, seine Bahninfrastruktur grundlegend zu modernisieren, nachdem in der Zeit der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien und während des Kroatienkrieges nur wenig in diesen Sektor investiert wurde.

Die nun anstehende Sanierung der Strecke nach Pula durch die Strabag ist ein weiterer wichtiger Schritt in diesen Bemühungen. Sie zielt nicht nur darauf ab, die Infrastruktur für den Tourismus zu verbessern, sondern auch die regionale Anbindung und die Mobilität der Bevölkerung zu stärken. Es wird erwartet, daß die modernisierte Bahnstrecke einen positiven Einfluß auf die wirtschaftliche Entwicklung Istriens haben wird und die Region für Einheimische wie Touristen gleichermaßen attraktiver macht.

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