Die Ferienfluggesellschaft Corendon Airlines feiert ihr 20jähriges Bestehen mit einer umfassenden Wachstumsstrategie, die eine massive Ausweitung der Kapazitäten in Deutschland und Österreich vorsieht. Insbesondere in der Sommersaison 2026 soll das Angebot ab Deutschland um rund 20 Prozent und ab Österreich um 30 Prozent steigen.
Die Airline, die traditionell stark auf den türkischen Markt fokussiert ist, setzt nun vermehrt auf Strecken nach Spanien und Ägypten, wo die Kapazitäten um 90 bzw. über 150 Prozent zunehmen. Um die Expansionspläne zu unterstützen, stärkt Corendon Airlines ihre Basen in Deutschland und eröffnet ein neues Büro am Frankfurter Flughafen, um die Zusammenarbeit mit der Reisebranche zu intensivieren.
Strategische Expansion und die Rolle der Basen in Deutschland
Für das Jahr 2026 peilt Corendon Airlines insgesamt ein Wachstum von rund 20 Prozent an, mit einem Höhepunkt im zweiten Quartal, in dem eine Steigerung von 45 Prozent erwartet wird. Ein wesentlicher Pfeiler dieser Strategie ist die Stärkung der vier deutschen Basen in Düsseldorf, Hannover, Köln/Bonn und Nürnberg. Im Sommer 2026 wird die Fluggesellschaft an diesen Standorten insgesamt zehn Flugzeuge stationieren – doppelt so viele wie im Vorjahr. Allein in Düsseldorf werden vier Flugzeuge stationiert sein, während Hannover, Köln/Bonn und Nürnberg jeweils zwei Maschinen beheimaten werden. Diese Maßnahme ermöglicht eine effizientere Nutzung der gesamten Flotte von 35 Flugzeugen.
Das Unternehmen reagiert damit auf eine positive Geschäftsentwicklung in den vergangenen Jahren. Christian Hein, Head of Sales & Marketing bei Corendon Airlines, erklärte, daß die gute Performance der letzten drei Jahre das Fundament für die weitere Entwicklung des Unternehmens und die Verbesserung des Flugangebots gelegt habe. Ein zentraler Aspekt der Expansionspläne ist auch die enge Zusammenarbeit mit Reisebüros und Veranstaltern. Um diese Partnerschaften zu stärken, hat Corendon Airlines einen neuen Standort am Frankfurter Flughafen im „House of Logistics and Mobility (HOLM)“ eröffnet. Dies soll dem vergrößerten Team eine stärkere Präsenz im wichtigsten Quellmarkt des Unternehmens, Deutschland, ermöglichen.
Neue Ziele, höhere Frequenzen und längere Saisons
Die zusätzlichen Kapazitäten spiegeln sich in einer Diversifizierung des Streckennetzes wider. Während das Angebot in die Türkei, das ohnehin sehr umfangreich ist, im einstelligen Prozentbereich wächst, sind die Zuwächse bei anderen Zielen weitaus beeindruckender. Nach Spanien wird es eine Steigerung der Sitzplätze um rund 90 Prozent geben, während die Kapazitäten nach Ägypten um mehr als 150 Prozent zunehmen. Griechenland verzeichnet ebenfalls ein Wachstum von 12 Prozent, angetrieben vor allem durch die Flüge nach Heraklion auf Kreta.
Um die gesteckten Wachstumsziele zu erreichen, erhöht Corendon Airlines die Frequenzen auf bewährten Strecken und verlängert die Saisonzeiten für bestimmte Routen. Ein Beispiel hierfür sind die Flüge nach Hurghada in Ägypten. Von Nürnberg, Düsseldorf und Köln/Bonn aus steigt die Flugfrequenz von drei auf durchschnittlich fünf Flüge pro Woche. Auch die Routen nach Hurghada ab Berlin, Hamburg, Leipzig, München, Stuttgart, Linz und Wien, die 2025 nur für einige Wochen bedient wurden, sind 2026 erstmals über die gesamte Sommersaison hinweg verfügbar.
Zusätzlich werden auch andere Strecken ganzjährig angeboten, wie die Verbindungen von Hannover nach Las Palmas und Fuerteventura, von Nürnberg nach Fuerteventura und Palma de Mallorca sowie von Düsseldorf nach Palma de Mallorca. Völlig neu im Sommerflugplan sind die Flüge von Münster/Osnabrück nach Heraklion.
Wachstum über Deutschland und Österreich hinaus
Das Wachstum von Corendon Airlines ist nicht auf den deutschsprachigen Raum beschränkt, obwohl dieser der Hauptmotor bleibt. Das Unternehmen erwartet auch ein geringes Wachstum in Großbritannien, während das Volumen ab Polen nahezu verdoppelt werden soll. In der Schweiz bleiben die Kapazitäten nahezu identisch. Dort beeinflussen die für das Frühjahr 2026 am Flughafen Basel vorgesehenen Arbeiten an der Start- und Landebahn die Flugplanung.
Die Fluggesellschaft plant auch, bereits im kommenden Winter ein neues Ziel in den Flugplan aufzunehmen. Der ägyptische Badeort Scharm el-Scheich an der Südspitze des Sinais wird ab November 2025 jeden Dienstag und Freitag von Düsseldorf, Hannover und Nürnberg aus angeflogen. Dies zeigt die strategische Ausrichtung, das Streckennetz nicht nur saisonal, sondern auch in den Wintermonaten zu diversifizieren.