Flughafen Brüssel (Foto: Brussels Airport / Tom Dhaenens).
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Lärmschutzanlage für Triebwerkstests: Flughafen Brüssel investiert in neue Testeinrichtung

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Am Flughafen Brüssel haben die Bauarbeiten für eine neue Lärmschutzanlage zur Erprobung von Flugzeugtriebwerken begonnen. Die U-förmige Einrichtung, eine sogenannte Ground Run-Up Enclosure (GRE), wird mit 15 Meter hohen Schallschutzwänden ausgestattet, um die Lärmbelastung bei Standläufen von Triebwerken nach Wartungsarbeiten zu reduzieren.

Nach Angaben der Betreibergesellschaft ermöglicht die Konstruktion eine Verringerung des wahrnehmbaren Schallpegels um bis zu 10 Dezibel, was einer Halbierung der gefühlten Lautstärke entspricht. Das Bauprojekt umfasst eine Fläche von rund 8.000 Quadratmetern und ist für das Testen von Großraumflugzeugen wie dem Airbus A350 und der Boeing 787 ausgelegt. Die Fertigstellung der Anlage ist für Ende März 2027 geplant.

Triebwerkstests unter Volllast sind nach Abschluss von Instandhaltungsarbeiten gesetzlich vorgeschrieben, um die Betriebssicherheit der Luftfahrzeuge zu gewährleisten. Bislang wurden am Brüsseler Flughafen jährlich etwa 150 bis 200 dieser Standläufe im offenen Geländebereich durchgeführt. Die Tests bleiben weiterhin auf die Tagesstunden zwischen 07:00 Uhr und 22:00 Uhr beschränkt, um nächtliche Ruhestörungen in den angrenzenden Wohngebieten zu vermeiden. Insbesondere die nahe gelegenen Gemeinden Steenokkerzeel und Humelgem sollen von den neuen Abschirmungsmaßnahmen profitieren.

Die Gesamtkosten für das Bauvorhaben belaufen sich auf mehr als 15 Millionen Euro. Für die Freilegung des Baufeldes auf dem Rollfeld wurden im Vorfeld mehrere veraltete Gebäudestrukturen abgerissen. Der Flughafenbetreiber betont, dass der reguläre Flug- und Passagierbetrieb während der mehrstufigen Bauphase, die neben den Fundamentarbeiten auch die Pflasterung und die Errichtung der Schutzwände umfasst, uneingeschränkt weiterläuft.

Fluglärmexperten und Anwohnervertretungen sehen in der Errichtung von Lärmschutzanlagen zwar einen notwendigen Schritt zur Verringerung punktueller Schallemissionen, weisen jedoch darauf hin, dass der Gesamtlärmpegel eines Großflughafens maßgeblich vom laufenden Start- und Landebetrieb bestimmt wird. Die Wirksamkeit der Anlage wird sich nach der Inbetriebnahme im Frühjahr 2027 an konkreten Messdaten in den umliegenden Ortschaften messen lassen müssen.

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