Die südamerikanische Luftfahrtgruppe Latam Airlines plant die Einrichtung einer neuen interkontinentalen Flugverbindung zwischen dem Drehkreuz São Paulo-Guarulhos und dem Flughafen Genf.
Ab April 2027 soll die Strecke dreimal wöchentlich mit Großraumflugzeugen des Typs Boeing 787-9 bedient werden. Die Umsetzung des angekündigten Flugplans steht unter dem Vorbehalt der noch ausstehenden behördlichen Genehmigungen durch die Schweizer und brasilianischen Luftfahrtaufsichtsbehörden.
Gemäß der vorliegenden Flugplanung starten die Abflüge in Genf jeweils montags, mittwochs und freitags um 12:05 Uhr mit Ankunft in São Paulo um 18:55 Uhr Ortszeit. Die Rückflüge ab Brasilien sind für Dienstag, Donnerstag und Sonntag um 18:05 Uhr vorgesehen, mit Landung in Genf am darauffolgenden Morgen um 9:55 Uhr. Über das Drehkreuz Guarulhos sichert die Fluggesellschaft Anschlussverbindungen an das brasilianische Inlandsnetz sowie an Strecken nach Chile, Peru und Kolumbien. Neben dem Passagierverkehr umfasst das Angebot Frachtkapazitäten von wöchentlich 36 Tonnen in Richtung Südamerika und 55 Tonnen auf dem Weg nach Europa.
Die geplante Route verbindet den Schweizer Finanz- und Diplomatenstandort Genf direkt mit dem Wirtschaftszentrum São Paulo. Bislang ist die Verbindung zwischen der Westschweiz und Brasilien stark von Umsteigeverkehren über europäische Drehkreuzflughäfen wie Frankfurt, Zürich oder Lissabon geprägt. Durch den Einsatz des Langstreckengeräts Boeing 787-9 versucht Latam, Marktanteile im Geschäftsreise- und Frachtverkehr zwischen Europa und Südamerika zu sichern.