Im südsteirischen Premstätten wird im Winterhalbjahr 2026/2027 erstmals das Beleuchtungsprojekt Lichterwelten auf dem Areal des Schwarzl-Freizeitzentrums umgesetzt. Im Zeitraum vom 14. November 2026 bis zum 10. Jänner 2027 öffnet die Anlage täglich von 16:30 bis 21:30 Uhr für den Publikumsverkehr.
Das Konzept der Veranstalter kombiniert großflächige LED-Installationen, akustische Untermalung, Fahrgeschäfte sowie Gastronomieangebote auf einem rund drei Kilometer langen Rundweg. Die Betreiber rechnen mit Besucherströmen aus dem Bundesland Steiermark, dem gesamten österreichischen Bundesgebiet sowie den angrenzenden Nachbarstaaten. Das Vorhaben wird von den Organisatoren Marcel Reinisch und John Ross Reinisch in Zusammenarbeit mit der Leutgeb Entertainment Group sowie der Marktgemeinde Premstätten durchgeführt.
Technische Ausgestaltung und Strukturierung des Rundwegs
Für die Umsetzung des Projekts werden nach Angaben der Veranstalter über eine Million LED-Leuchtmittel auf dem Gelände installiert. Das Areal des Schwarzlsees bietet durch seine Ausdehnung die Möglichkeit, mehrere Dutzend thematische Stationen entlang eines fest angelegten Gehwegs zu platzieren. Zu den physischen Aufbauten zählt unter anderem eine plastische Nachbildung einer Eisbärenfamilie mit Abmessungen von rund 8 mal 6 Metern, die als visueller Orientierungspunkt dient.
Ein weiterer Abschnitt, das sogenannte Verzauberte Dorf, besteht aus mehreren Holzstrukturen, bei denen Effekte wie Nebelerzeugung, Lichtsteuerung und Beschallungsanlagen synchronisiert werden. Das Wasserbecken des Schwarzlsees selbst wird durch eine gezielte Fontänenshow mit Beleuchtung und Tonstücken in das Gesamtkonzept eingebunden. Ergänzend zum Rundweg beinhaltet die Anlage einen Familienparkbereich mit Fahrgeschäften und interaktiven Modulen, um die Verweildauer der Besucher auf dem Gelände zu verlängern.
Infrastruktur, Logistik und Barrierefreiheit am Standort Premstätten
Die Wahl des Schwarzl-Freizeitzentrums als Veranstaltungsort begründet sich in der vorhandenen Logistikinfrastruktur. Das Gelände ist durch Großveranstaltungen im Sommer auf die Aufnahme hohes Verkehrsaufkommens ausgelegt und verfügt über die entsprechenden Parkplatzkapazitäten in unmittelbarer Nähe zu den Hauptverkehrsadern der Region Graz-Umgebung.
Um die Zugänglichkeit für Personen mit eingeschränkter Mobilität sowie für ältere Besucher zu gewährleisten, wird ein Transportsystem in Form eines motorisierten Zugs eingerichtet. Dieses Fahrzeug verkehrt auf der Strecke des Rundwegs und bietet eine Beförderungsalternative zum dreikilometrischen Fußweg. Das gastronomische Angebot wird über mehrere dezentrale Stände abgewickelt, deren Sortiment von regionalen Verpflegungsangeboten bis zu internationaler Küche wie Schweizer Rösti reicht.

Lichterwelten (Foto: Leutgeb Entertainment Group). 
Lichterwelten (Foto: Leutgeb Entertainment Group). 
Lichterwelten (Foto: Leutgeb Entertainment Group). 
Lichterwelten (Foto: Leutgeb Entertainment Group). 
Lichterwelten (Foto: Leutgeb Entertainment Group). 
Lichterwelten (Foto: Leutgeb Entertainment Group). 
Lichterwelten (Foto: Leutgeb Entertainment Group). 
Lichterwelten (Foto: Leutgeb Entertainment Group).
Wirtschaftliche Bedeutung und Kooperationsstrukturen
Die Realisierung des Projekts fällt in eine Phase, in der Freizeitareale wie das Schwarzlzentrum verstärkt nach Nutzungsmöglichkeiten außerhalb der Sommersaison suchen. Die Zusammenarbeit zwischen den privaten Initiatoren, der Leutgeb Entertainment Group als erfahrenem Großveranstalter und der lokalen Kommunalpolitik soll die Auslastung der regionalen Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe in den Wintermonaten stützen.
Für die Marktgemeinde Premstätten bedeutet die Umgestaltung des Sees in ein winterliches Ausflugsziel eine Frequenzsteigerung in den Abendstunden. Die ökonomischen Effekte hängen vom tatsächlichen Erreichen der prognostizierten Besucherzahlen ab, da der Betrieb von Beleuchtungs- und Fahrtechniken über mehrere Wochen hinweg fixe Personal- und Energiekosten verursacht. Die Ergebnisse der ersten Spielzeit zwischen November 2026 und Jänner 2027 werden Aufschluss darüber geben, ob sich das Format als wiederkehrende Veranstaltung im regionalen Tourismuskalender etablieren kann.