Lilihill will Flughafen Klagenfurt in “Aviation City” verwandeln

Vorfeld (Rendering: Lilihill).
Vorfeld (Rendering: Lilihill).

Lilihill will Flughafen Klagenfurt in “Aviation City” verwandeln

Vorfeld (Rendering: Lilihill).
Werbung

Der Klagenfurter Flughafen wurde von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen, denn gleich mehrmals hatte man wochen- bzw. monatelang überhaupt keine Linienflüge. Die vor einiger Zeit von Investor und Mehrheitseigentümer Lilihill vorgestellten Pläne wurden nun adaptiert.

Das Areal des heutigen Airports soll zur „Aviation City“ weiterentwickelt werden. Kernstück ist aber, dass der Non-Aviation-Teil des ursprünglichen Projekts deutlich kleiner ausfällt als ursprünglich angekündigt. Es gab damals regionale Kritik, dass insbesondere das geplante Messezentrum überdimensioniert sein soll. Darauf hat man seitens Lilihill offenbar reagiert.

Im Bereich der Aviation soll ein neuer Abfertigungsbereich geschaffen werden. Geschäftsführer Nils Witt betont, dass man künftig vom Auto aus in nur fünfzig Metern zum Flugzeug gelangen wird und das überdacht, denn ein Parkhaus, das direkt mit dem Terminal verbunden sein wird, soll gebaut werden.

Im Bereich der ehemaligen Hangars will Lilihill ein Hotel mit einem Kongresszentrum errichten. Weiters sollen Flächen für Geschäftslokale geschaffen werden. Damit will man den Klagenfurter Flughafen auch als Nahversorger für die Bevölkerung etablieren. Die Energieversorgung soll auch mit einer Photovoltaikanlage, die bis zu 70.000 Kilowatt Leistung haben soll, sichergestellt werden. Laut Witt ist in der zweiten Ausbaustufe gar eine Netto-Solarfläche von 230.000 Quadratmetern geplant. Damit würde der Airport zum größten Solarpark Kärntens werden. In erster Linie soll der gewonnene Strom für den Eigenbedarf genutzt werden. Ebenso will man Wasserstoff gewinnen, der beispielsweise für Fahrzeuge eingesetzt werden könnte.

Hotel (Foto: Lilihill).

Fracht soll künftig forciert werden

Um dem Klagenfurter Flughafen mehr Schub im Bereich Fracht geben zu können, will Lilihill auch ein Logistikzentrum bauen. Bislang spielt Cargo am Kärntner Flughafen praktisch keine Rolle. Das soll sich ändern, denn man will die Verkehrsträger Straße, Luft und Schiene miteinander verknüpfen. Besonders im Bereich der Express-Fracht könnte die Verfügbarkeit aller Möglichkeiten Vorteile mit sich bringen.

Zusätzlich will Lilihill einen Technologiepark errichten. Dieser soll sich primär mit alternativen Antriebsmöglichkeiten wie Elektro und Wasserstoff befassen. Auch will man erreichen, dass sich hier Startups, die Drohnen entwickeln, ansiedeln. Geschäftsführer Nils Witt erklärte auch, dass das Gesamtprojekt „Airport City“ auf einen Schlag errichtet werden soll. Er ist der Ansicht, dass dieses nur dann funktionieren wird, wenn alles miteinander verzahnt wird.

Über den Baubeginn gab Lilihill noch eine konkrete Auskunft. In Klagenfurt rechnet man aber damit, dass es mit den ersten Vorarbeiten bereits im Jänner 2022 losgehen könnte. Eine große Unbekannte ist aber noch die Politik, denn diese könnte dem Projekt Steine in den Weg legen und damit für Verzögerungen sorgen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Redakteur dieses Artikels:

Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

Paywalls mag niemand
– auch Aviation.Direct nicht!

Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee Kaffee einladen.

Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.

Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Verbesserungsvorschläge wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.

Ihr
Aviation.Direct-Team
Paywalls
mag niemand!

Über den Redakteur

Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

Paywalls mag niemand
– auch Aviation.Direct nicht!

Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee Kaffee einladen.

Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.

Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Verbesserungsvorschläge wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.

Ihr
Aviation.Direct-Team
Paywalls
mag niemand!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Werbung