Der Münchener Flugtaxi-Entwickler Lilium steht vor der Insolvenz, nachdem geplante Staatsbürgschaften in Höhe von 50 Millionen Euro vom Bund und dem Freistaat Bayern nicht zustande gekommen sind.
Der Widerstand der Grünen in der Ampel-Koalition verhinderte die Zusage der Hilfen. Lilium kündigte daher an, Insolvenzanträge für seine wichtigsten Gesellschaften zu stellen. In der Folge brachen die Aktien des Unternehmens um rund 50 Prozent ein.
Lilium arbeitet an einem vollelektrischen, senkrecht startenden Flugtaxi und plante, die ersten Maschinen ab 2026 an Kunden auszuliefern. Das Unternehmen hat bisher rund 1,5 Milliarden Euro von Investoren erhalten, musste jedoch allein im ersten Halbjahr 2024 fast 200 Millionen Euro für die Entwicklung und Zulassung des Fluggeräts ausgeben. Mit nur noch gut 100 Millionen Euro auf den Konten steht die Zukunft von Lilium und seinen 1.100 Mitarbeitern auf dem Spiel.