Insolvenz (Foto: Pixabay/Ratfink1973).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Lilium meldet erneut Insolvenz an – Aus für den Elektroflugzeugbauer?

Werbung

Der Traum vom elektrischen Lufttaxi scheint für Lilium, eines der einst vielversprechendsten deutschen Start-ups, endgültig ausgeträumt. Nach einer gescheiterten Rettungsaktion im vergangenen Herbst musste das Unternehmen nun zum zweiten Mal Insolvenz anmelden. Die Hoffnungen auf eine zweite Rettung sind gering, und der Betrieb wird eingestellt.

Lilium, das an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistet war, hatte im Laufe der Jahre insgesamt 1,5 Milliarden Euro von Investoren für die Entwicklung eines elektrischen Flugzeugs erhalten. Trotz dieser enormen finanziellen Unterstützung konnte das Unternehmen die Serienreife seiner Maschine jedoch nie erreichen. Bereits im Herbst letzten Jahres musste Lilium Insolvenz anmelden, da das Geld für den Aufbau der Produktion fehlte. In buchstäblich letzter Sekunde schien das Unternehmen jedoch gerettet, als das Investorenkonsortium Mobile Uplift Corporation (MUC) am 24. Dezember einen Kaufvertrag für das Betriebsvermögen der beiden Lilium-Tochtergesellschaften unterzeichnete und 200 Millionen Euro frisches Kapital ankündigte.

Die Freude über die Rettung währte jedoch nicht lange. Wie das Unternehmen nun mitteilte, haben sich die erhofften Finanzierungsoptionen nicht materialisiert. Die zugesagten 200 Millionen Euro sind nicht bei Lilium eingegangen, was zur erneuten Insolvenz führte. Als ein Hauptgeldgeber war der slowakische Unternehmer Marian Bocek im Gespräch, der laut der „Bild“-Zeitung 150 Millionen Euro beisteuern wollte. Ob Bocek seine Zusage nicht eingehalten hat oder andere Gründe für das Scheitern der Finanzierung verantwortlich sind, ist derzeit noch unklar.

Keine Hoffnung auf eine zweite Rettung

Während Gespräche mit möglichen Investoren weiterlaufen, scheint eine zweite Rettung von Lilium unwahrscheinlich. Das Unternehmen hat angekündigt, den Betrieb einzustellen. Damit endet die Geschichte eines der bekanntesten deutschen Start-ups, das große Hoffnungen auf die Zukunft der Elektromobilität in der Luft gesetzt hatte.

Die Insolvenz von Lilium ist ein bitterer Rückschlag für die gesamte Branche der Elektroflugzeugbauer. Sie zeigt, wie schwierig es ist, ein solch komplexes und kapitalintensives Projekt erfolgreich umzusetzen. Lilium war nicht nur als Lufttaxi-Unternehmen gedacht, sondern sollte auch für andere Zwecke eingesetzt werden, wie beispielsweise als Rettungsflieger für medizinische Notfälle. Mit dem Aus des Unternehmens gehen nun auch diese Visionen vorerst verloren.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung