Airbus A320 (Foto: Rafael Luiz Canossa).
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Lima: Airbus A320 der Latam Airlines Perú nach Zwischenfall außer Dienst gestellt

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Ein Passagierflugzeug vom Typ Airbus A320 der Fluggesellschaft Latam Airlines Perú ist am 19. Oktober 2026 auf dem internationalen Flughafen Jorge Chávez in der peruanischen Hauptstadt Lima nach einem Triebwerksbrand vor dem Start vorübergehend aus dem Betrieb genommen worden.

Die Maschine befand sich in der Startvorbereitung für den Inlandsflug LA2302 mit dem Ziel Piura im Norden des Landes, als im Bereich des linken Triebwerks Flammen und dichte Rauchentwicklung auftraten. Die Fluggesellschaft stufte das Ereignis als unvorhergesehenen technischen Zwischenfall ein und veranlasste die umgehende Evakuierung beziehungsweise das vorsorgliche Deboarding der Passagiere auf dem Rollfeld. Personen kamen nach bisherigen Angaben nicht zu Schaden. Das betroffene Flugzeug verbleibt für umfassende Untersuchungen und Instandsetzungsarbeiten am Boden, während die zuständigen Luftfahrtbehörden die Ursachenermittlung aufgenommen haben.

Ablauf des Zwischenfalls auf dem Flughafen Jorge Chávez

Der Vorfall ereignete sich am 19. Oktober 2026 im Rahmen der Startvorbereitungen auf dem Vorfeld des Drehkreuzes Lima. Branchenberichten zufolge handelt es sich bei der betroffenen Maschine um einen Airbus A320-214 mit der Kennung CC-BFS, der mit sogenannten Sharklets an den Tragflächenspitzen ausgestattet ist und von Triebwerken des Typs CFM International CFM56-5B4/3 angetrieben wird. Das Flugzeug wurde im Jahr 2013 gebaut und steht seit mehreren Jahren im Liniendienst der südamerikanischen Luftfahrtgruppe.

Augenzeugen und Videoaufnahmen, die in sozialen Netzwerken verbreitet wurden, dokumentieren den Austritt von Flammen aus dem linken Triebwerk sowie aufsteigenden Rauch im Bereich der linken Tragfläche, während sich die Maschine noch auf der Rollbahn befand. Aufnahmen aus dem Passagierraum zeigen, dass sich die Fluggäste zum Zeitpunkt der Flammenentwicklung noch an Bord befanden. Die Flughafenfeuerwehr und die Notfalldienste des Flughafens Jorge Chávez wurden umgehend aktiviert und rückten zur Schadensstelle aus, um den Brand einzudämmen und abzulöschen.

Passagierversorgung und behördliche Überwachung

Nach dem Abbruch des Abflugs wurden die Passagiere geordnet aus dem Flugzeug geleitet und zurück in die Terminalgebäude gebracht. Die Fluggesellschaft Latam organisierte Ersatzverbindungen für die von der Annullierung betroffenen Reisenden. Ein Ersatzflugzeug des Typs Airbus A320 wurde bereitgestellt und erreichte die nordperuanische Stadt Piura mit mehrstündiger Verspätung.

Die peruanische Verbraucherschutzbehörde Indecopi kündigte an, die Betreuung der Passagiere vor Ort zu überwachen und sicherzustellen, dass die gesetzlichen Informations- und Betreuungspflichten eingehalten werden. Der reguläre Flugbetrieb auf dem Flughafen Lima wurde durch den Vorfall nach Betreiberangaben nicht grundlegend beeinträchtigt, da das betroffene Flugzeug rasch gesichert und der betroffene Rollwegbereich freigegeben werden konnte. Zahlen zur exakten Passagierzahl an Bord gaben weder die Fluggesellschaft noch die Flughafenbehörden bekannt.

Technische Inspektion und rechtliche Bewertungskriterien

Die genaue Ursache der Flammenbildung ist bislang unklar. Weder Latam Airlines noch die peruanischen Zivilluftfahrtbehörden haben detaillierte Angaben darüber gemacht, ob der Brand im Inneren des Triebwerks oder in peripheren Komponenten wie Kraftstoff- oder Hydraulikleitungen im Triebwerksraum seinen Ursprung hatte. Gutachter verweisen darauf, dass visuelle Aufnahmen allein keine verlässlichen Rückschlüsse auf die genaue technische Fehlerkette zulassen.

Die Freigabe der Maschine für den kommerziellen Flugbetrieb erfordert nun ein komplexes Inspektions- und Reparaturverfahren. Techniker müssen neben dem Triebwerk selbst auch die Triebwerksaufhängung, die Elektrik- und Treibstoffzuführungen, die Gondelverkleidung sowie angrenzende Strukturelemente der Tragfläche auf thermische Schäden untersuchen. Alle betroffenen Bauteile müssen den geltenden Lufttüchtigkeitsanforderungen entsprechen, bevor das Flugzeug wieder für den Liniendienst zugelassen werden kann.

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