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Luftfahrtverband Barig verlangt rasche Senkung der Flugsicherungsgebühren

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Der internationale Airline-Verband Board of Airline Representatives in Germany (Barig) hat Mitte Oktober 2026 seinen Appell an die deutsche Bundesregierung zur Absenkung staatlich festgesetzter Standortkosten erneuert.

Anlass ist ein aktueller Beschluss des CDU-Präsidiums, der Entlastungen bei den Flugsicherungsgebühren im Bundeshaushalt 2027 vorsieht. Der Branchenverband dringt auf eine unverzügliche Umsetzung der Ankündigungen, um die Wettbewerbsfähigkeit der Fluggesellschaften an den deutschen Drehkreuzen im Vergleich zum europäischen Ausland zu sichern.

Barig-Chairman Michael Hoppe verwies darauf, dass Absichtserklärungen allein nicht ausreichen, um den Kapazitätsabbau auf innerdeutschen und internationalen Flugstrecken zu stoppen. Die Fluggesellschaften fordern neben reduzierten Flugsicherungsabgaben eine Absenkung der Luftsicherheitsgebühren sowie den vollständigen Verzicht auf die Luftverkehrsteuer. Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) liegt das Angebot im innerdeutschen Luftverkehr im Winterhalbjahr 2026/27 weiterhin knapp 53 Prozent unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019, was auf die hohe Abgabenlast zurückgeführt wird.

Obwohl die Bundesregierung die Luftverkehrsteuer im Juli 2026 bereits um etwa 16 Prozent gesenkt hatte, bewerten Vertreter der Luftfahrt- und Logistikbranche die bisherigen Entlastungsschritte als unzureichend. Die anhaltend hohen Gebühren veranlassen mehrere Fluggesellschaften dazu, Flugzeuge an europäische Standorte mit günstigeren Kostenstrukturen zu verlagern, was das Streckennetz und die Verkehrsanbindung des Wirtschaftsstandortes Deutschland beeinträchtigt.

Branchenanalysten betonen, dass eine verlässliche Haushaltseinplanung der Gebührenabsenkungen für das Etatjahr 2027 erforderlich ist, um den Fluggesellschaften Planungssicherheit für die kommenden Flugplanperioden zu bieten. Gleichzeitig steht die Bundesregierung vor der Herausforderung, die Mindereinnahmen der staatlichen Flugsicherungsinfrastruktur im Bundeshaushalt gegenzufinanzieren.

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