Lufthansa Aviation Training (Foto: Jan Gruber).
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Lufthansa Aviation Training präsentiert digitalen Notfalltrainer in Virtueller Realität

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Die Lufthansa Aviation Training (LAT), die Ausbildungstochter des Lufthansa Konzerns, hat den ersten Virtual-Reality (VR) Prototyp ihres Forschungsprojekts „D-CEET“ vorgestellt. Die Abkürzung steht für Digital Cabin Emergency Evacuation Trainer und markiert einen bedeutenden Schritt in der Digitalisierung des Sicherheits- und Notfalltrainings für Flugpersonal. Ziel ist es, die Ausbildung effizienter und realistischer zu gestalten.

Der nun präsentierte VR-Prototyp simuliert das Szenario einer Boden-Evakuierung. Dieses ist eines von insgesamt 15 digitalen Trainingsmodulen des vollständig virtuellen und modular aufgebauten Systems. Die weiteren Module werden dynamische Notfallszenarien abdecken, die von der Kabinenbesatzung beherrscht werden müssen, darunter der Abfall des Kabinendrucks und die Brandbekämpfung an Bord. Das D-CEET-Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem geoGAZElab der ETH Zürich, der Fluggesellschaft Edelweiss und PACE Aerospace Engineering entwickelt. Die Forschungsinitiative wird vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) im Rahmen der mFUND-Initiative mit rund 1,5 Millionen Euro gefördert und ist auf drei Jahre angelegt.

Ein wesentliches Merkmal des neuen VR-Trainings ist seine Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Das modulare System erlaubt die Einstellung variabler Schwierigkeitsgrade und die genaue Anpassung der Szenarien an die fluggesellschaftsspezifischen Verfahren und das Markenbild der jeweiligen Airline. Dadurch kann ein hohes Maß an Realitätsnähe erreicht werden. Ergänzt wird die VR-Umgebung durch eine mobile App, die ein personalisiertes Lernen unterstützt und das Training in ein digitales Lern-Ökosystem integriert. Die wissenschaftliche Begleitung durch die ETH Zürich soll die Kompetenzziele validieren und Parameter wie situative Aufmerksamkeit und kognitive Belastung messen, um die Trainingsqualität zu objektivieren.

Mit dem VR-Trainer zielt die Lufthansa Aviation Training darauf ab, die aufwendigen und kostenintensiven physischen Kabinensimulatoren (Cabin Emergency Evacuation Trainer, CEETs) langfristig zu ergänzen und zu optimieren. Solche physischen Geräte erfordern große Flächen und verursachen hohe Betriebskosten. Die virtuelle Lösung, die auf einem digitalen Zwilling eines Airbus A320neo CEET basiert, soll laut LAT die Trainingseffektivität erhöhen und gleichzeitig Ressourcen schonen. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer kompetenzbasierten Ausbildung (CBTA), die auch von der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) empfohlen wird.

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