Boeing 747 in Frankfurt (Foto: Unsplash/Dennis Gecaj).
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Lufthansa-Boeing 747 nach medizinischem Notfall nach Shannon umgeleitet

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Ein Langstreckenflug der Lufthansa auf dem Weg von Frankfurt am Main nach Miami musste am Mittwochmorgen, den 31. Dezember 2025, unplanmäßig am irischen Flughafen Shannon zwischenlanden. Die Boeing 747-8 mit der Kennung D-ABYI befand sich mit 389 Personen an Bord etwa 90 Minuten nach dem Start über dem Atlantik vor der irischen Küste, als die Besatzung einen medizinischen Notfall meldete. Ein Passagier erlitt laut Berichten einen Herzinfarkt und wurde bereits während des Fluges von medizinischem Fachpersonal versorgt, das sich zufällig unter den Fluggästen befand. Die Piloten leiteten daraufhin umgehend den Sinkflug ein und erhielten die Freigabe zur Landung in Shannon.

Um das zulässige Landegewicht für eine sichere Ankunft zu erreichen, führte die Besatzung über dem Atlantik ein Treibstoffschnellablass-Verfahren (Fuel Jettison) durch. Dies ist bei Langstreckenmaschinen wie der Boeing 747-8 ein Standardvorgang, wenn kurz nach dem Start mit fast vollen Tanks gelandet werden muss. Nach Abschluss der Prozedur setzte das Flugzeug um 12:27 Uhr Ortszeit sicher auf der Landebahn auf. Die Flughafenfeuerwehr von Shannon sowie Rettungsdienste des National Ambulance Service standen bereits in erhöhter Bereitschaft auf dem Rollfeld und begleiteten die Maschine bis zu ihrer Parkposition, wo die sofortige Übergabe des Patienten an die Notfallsanitäter erfolgte.

Zusätzliche Recherchen bestätigen, dass der betroffene Passagier zur weiteren Behandlung in das University Hospital Limerick transportiert wurde. Der Flughafen Shannon gilt aufgrund seiner geografischen Lage am westlichen Rand Europas als einer der wichtigsten Ausweichflughäfen für den Transatlantikverkehr. Im vergangenen Jahr 2025 verzeichnete der Standort insgesamt 90 unplanmäßige Landungen, wovon 24 auf medizinische Zwischenfälle entfielen. Dieser Vorfall markiert die erste Notlandung des neuen Jahres an diesem Standort. Die Lufthansa-Maschine konnte nach dem medizinischen Stopp ihren Flug in die USA um 14:25 Uhr fortsetzen und erreichte Miami mit einer Verspätung von rund zwei Stunden.

Die logistische Abwicklung solcher Notfälle unterliegt strengen Protokollen, um die Sicherheit der restlichen Fluggäste und einen schnellen Weiterflug zu gewährleisten. Die Boeing 747-8, das aktuelle Flaggschiff der Lufthansa-Flotte, ist für solche Szenarien technisch umfassend gerüstet. Durch die schnelle Reaktion der Besatzung und die effiziente Koordination mit der irischen Flugsicherung konnte die medizinische Versorgung an Land innerhalb kürzester Zeit sichergestellt werden. Die Kosten für solche Umleitungen, die durch Treibstoffverbrauch und Gebühren entstehen, werden in der Luftfahrtbranche üblicherweise durch Versicherungen oder Rücklagen gedeckt, wobei die Gesundheit der Passagiere stets oberste Priorität hat.

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