
Ausbau des Warschauer Chopin-Flughafens als Übergangslösung bis 2029 beschlossen
Der staatliche Flughafenbetreiber Polish Airports (PPL) hat ein umfangreiches Modernisierungsprogramm für den Warschauer Chopin-Flughafen eingeleitet, um drohende Kapazitätsengpässe abzuwenden. Das Projekt, für das die Ausschreibungsfrist bis Februar 2026 läuft, umfasst Investitionen in einer Größenordnung von 220 bis 320 Millionen Euro. Geplant ist eine Erweiterung des Passagierterminals, eine Modernisierung der Gepäckabfertigungsanlagen sowie der Ausbau von Flugzeugabstellpositionen und Parkinfrastruktur. Die bauliche Umsetzung soll nach der Auftragsvergabe im April 2027 beginnen und bis Juni 2029 abgeschlossen sein. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die jährliche Kapazität des Flughafens von derzeit etwa 24 Millionen auf rund 30 Millionen Passagiere zu steigern. Die Entscheidung für diese Investition erfolgt vor dem Hintergrund eines neuen Rekordergebnisses: Bereits Anfang Dezember 2025 überschritt der Chopin-Flughafen die Marke von 22 Millionen Passagieren im Kalenderjahr. Da die Anlage damit an ihre physischen Belastungsgrenzen stößt, betrachten Befürworter den Ausbau als unverzichtbar, um den Flugbetrieb in der polnischen Hauptstadt stabil zu halten. Kritiker verweisen hingegen auf die begrenzte strategische Relevanz des Standorts, da das neue integrierte Luft- und Schienenkreuz „Port Polska“ (ehemals CPK) im Jahr 2032 in Baranów den Betrieb aufnehmen soll. Der Betreiber PPL verteidigt das Vorhaben jedoch als notwendige „Brückenlösung“, um die Zeitspanne bis zur vollständigen Funktionsfähigkeit des neuen Großflughafens operativ zu überbrücken. Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen die Dringlichkeit, da Warschau als zentraler Wirtschaftsstandort in Osteuropa ein stetig wachsendes Aufkommen im Geschäftsreise- und Transitverkehr verzeichnet. Während der Bau des neuen Mega-Hubs westlich von Warschau planmäßig im Jahr 2026 starten soll, wird die Kapazitätserweiterung des Chopin-Flughafens benötigt, um den Zufluss internationaler Carrier und die








