Januar 5, 2026

Weitere Artikel aus der Rubrik

Januar 5, 2026

Flugstreichungen und Netzstörungen bei Hokkaido Air System nach technischem Zwischenfall

Die japanische Regionalfluggesellschaft Hokkaido Air System, ein Tochterunternehmen der Japan Airlines, sieht sich zu Beginn des Jahres 2026 mit massiven Einschränkungen im Flugbetrieb konfrontiert. Ursache für die weitreichenden Störungen ist die andauernde Außerdienststellung einer ATR42-600, die nach einem Zwischenfall im Dezember umfangreichen Reparaturmaßnahmen unterzogen werden muss. Wie das Unternehmen mitteilte, werden die Auswirkungen auf den Flugplan voraussichtlich mindestens bis zum 9. Januar 2026 anhalten. Besonders betroffen sind die regionalen Verbindungen innerhalb der Präfektur Hokkaido, wobei hunderte Passagiere von Annullierungen und Umbuchungen betroffen sind. Die Situation verdeutlicht die logistischen Herausforderungen kleinerer Fluggesellschaften bei technischen Ausfällen innerhalb einer spezialisierten Flotte. Hintergründe des technischen Ausfalls in Hakodate Der Ursprung der aktuellen Krise liegt im 11. Dezember des vergangenen Jahres. An diesem Tag war das Flugzeug mit dem Kennzeichen JA14HC in einen Vorfall verwickelt, der eine sofortige Stilllegung der Maschine erforderlich machte. Seit diesem Zeitpunkt befindet sich das Regionalflugzeug am Flughafen Hakodate in technischer Behandlung. Obwohl die Fluggesellschaft keine detaillierten Angaben zur genauen Art des Schadens machte, lassen die Dauer der Reparaturarbeiten und die Notwendigkeit spezialisierter Techniker auf eine komplexe Problematik schließen. Die ATR42-600 ist ein modernes Turboprop-Flugzeug, das speziell für kurze Start- und Landebahnen sowie für schwierige klimatische Bedingungen ausgelegt ist, wie sie auf der nördlichsten Hauptinsel Japans häufig vorkommen. Die Instandsetzung eines solchen Flugzeugtyps an einem regionalen Standort wie Hakodate bringt spezifische Hürden mit sich. Oft müssen Ersatzteile direkt vom Hersteller oder aus zentralen Logistikzentren eingeflogen werden, was insbesondere in der winterlichen Jahreszeit zu Verzögerungen führen kann. Da Hokkaido Air System eine

weiterlesen »

Krise bei Pratt & Whitney-Triebwerken verschärft sich zum Jahresbeginn 2026

Die weitreichende Rückrufaktion für die „Geared Turbofan“-Triebwerke (GTF) des US-Herstellers Pratt & Whitney belastet die internationale Luftfahrtbranche auch im neuen Jahr massiv. Aktuelle Daten des Branchendienstes Cirium belegen, dass die Zahl der am Boden verbleibenden Flugzeuge zuletzt wieder angestiegen ist. Ende Oktober 2025 waren weltweit 835 Maschinen mit GTF-Antrieb stillgelegt, was einem Zuwachs von rund 90 Flugzeugen gegenüber den Sommermonaten entspricht. Besonders kritisch stellt sich die Situation beim Airbus A320neo dar: Hier fielen zuletzt 720 von insgesamt 1.912 Maschinen aus – eine Quote von rund 38 Prozent der globalen Flotte. Ursache für den acht Milliarden US-Dollar teuren Rückruf ist verunreinigtes Metallpulver in zentralen Bauteilen wie Hochdruckturbinenscheiben, was zu gefährlichen Rissen führen kann. Zusätzliche Recherchen verdeutlichen die wirtschaftliche Schwere der Krise für europäische Fluggesellschaften. Die Lufthansa-Beteiligung ITA Airways plant, Pratt & Whitney mit rund 150 Millionen Euro in Regress zu nehmen, da mehrere ihrer Airbus-Maschinen aufgrund fehlender Ersatzteile seit über einem Jahr ungenutzt in Neapel stehen. Auch die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss reagiert drastisch und legt 2026 ihre gesamte Teilflotte von neun Airbus A220-100 vorübergehend still, um die knappen Triebwerksressourcen für die größere A220-300-Flotte zu bündeln. Während die Günstigairline Wizz Air sogar bis Ende 2027 mit operativen Einschränkungen rechnet, zeigt sich beim Konkurrenzprodukt CFM LEAP eine deutlich höhere Zuverlässigkeit mit einer Ausfallquote von lediglich 3,5 Prozent. Erschwert wird die Lage durch neue technische Restriktionen, die Airbus im November an die Betreiber kommunizieren musste. Bei extremen Wetterlagen, insbesondere bei gefrierendem Nebel und Sichtweiten unter 150 Metern, gelten ab sofort neue Startbeschränkungen für GTF-betriebene

weiterlesen »

Kollision am Boden: Zwei Passagierjets am Flughafen Raleigh-Durham beschädigt

Der Neujahrstag 2026 begann am Raleigh-Durham International Airport in North Carolina mit einem kostspieligen Zwischenfall auf dem Rollfeld. In den frühen Morgenstunden des 1. Januar kollidierten zwei Flugzeuge vom Typ Boeing 737 bei einem Schleppvorgang. Da sich zum Zeitpunkt des Unglücks keine Passagiere oder Besatzungsmitglieder an Bord der Maschinen befanden, wurden keine Verletzungen gemeldet. Dennoch führt der Vorfall zu erheblichen logistischen Problemen für die betroffenen Fluggesellschaften Avelo Airlines und Southwest Airlines sowie zu einer Streichung im Flugplan. Experten sehen in diesem Ereignis eine Fortsetzung einer Reihe von Bodenkollisionen, die die Luftfahrtbranche bereits im vergangenen Jahr beschäftigten. Der Unfall ereignete sich, als ein Flugzeug der Avelo Airlines, eine Boeing 737-700 mit der Registrierung N707VL, von einer Parkposition im entlegenen Bereich des Flughafens zum Terminal Eins geschleppt werden sollte. Ziel des Schleppvorgangs war es, die Maschine für den morgendlichen Linienflug XP676 nach New Haven bereitzustellen. Während der Bewegung touchierte das rechte Flügelende der Avelo-Maschine das rechte Höhenleitwerk einer abgestellten Boeing 737 Max 8 der Southwest Airlines. Die betroffene Southwest-Maschine mit dem Kennzeichen N8909L war über Nacht auf dem Vorfeld geparkt worden und hatte für den betreffenden Tag keinen fest eingeplanten Einsatz. Unterschiedliche Auswirkungen auf den Flugbetrieb Trotz der geringen Geschwindigkeit beim Zusammenstoß waren die Auswirkungen auf den operativen Betrieb unmittelbar spürbar. Avelo Airlines sah sich gezwungen, den geplanten Flug nach New Haven ersatzlos zu streichen, da kurzfristig kein Ersatzflugzeug zur Verfügung stand. Passagiere, die bereits am Terminal warteten, mussten auf spätere Verbindungen umgebucht oder entschädigt werden. Da Raleigh-Durham ein wichtiger Stützpunkt für

weiterlesen »

Großbrand in Schweizer Skiort Crans-Montana fordert zahlreiche Todesopfer

In der Silvesternacht 2025/2026 hat sich im Schweizer Nobelort Crans-Montana eine schwere Brandkatastrophe ereignet, bei der nach offiziellen Angaben der Kantonspolizei Wallis Dutzende Menschen ums Leben kamen. Das Feuer brach gegen 01:30 Uhr in der Bar „Le Constellation“ aus, in der zu diesem Zeitpunkt weit über 100 Gäste den Jahreswechsel feierten. Augenzeugen und Medienberichte sprechen von heftigen Explosionen, die dem Inferno vorausgingen. Rund 100 Personen erlitten teils schwerste Verletzungen, insbesondere Verbrennungen und Rauchgasvergiftungen. Die Polizei stufte den Vorfall umgehend als schwerwiegendes Ereignis ein und leitete eine großangelegte Rettungsaktion ein, die bis weit in den Neujahrstag andauerte. Aufgrund der enormen Anzahl an Verletzten wurde ein massiver grenzüberschreitender Luftrettungseinsatz koordiniert. Die Schweizer Rettungsflugwacht (Rega) zog gemeinsam mit Air Glacier und Air Zermatt Hubschrauber aus dem gesamten Bundesgebiet im Wallis zusammen. Über dem betroffenen Skigebiet wurde ein striktes Überflugverbot verhängt, um die Rettungsflüge nicht zu behindern. Da die Kapazitäten der lokalen Kliniken schnell erschöpft waren, wurden Schwerverletzte per Helikopter in spezialisierte Zentren nach Genf und Zürich geflogen. Unterstützung kam zudem aus dem benachbarten Italien: Der Zivilschutz des Aostatals entsandte auf Errechnen der Schweizer Behörden Spezialisten der Bergwacht und medizinisches Personal zur Verstärkung der Einsatzkräfte vor Ort. Zusätzliche Recherchen zur Infrastruktur und Sicherheitslage in Crans-Montana zeigen, dass der Ort zum Jahreswechsel aufgrund der Hochsaison vollständig ausgebucht war, was die logistische Abwicklung des Notfalls erschwerte. Die Brandursache ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen; Brandexperten der Kantonspolizei haben den Unglücksort gesichert, sobald die Löscharbeiten abgeschlossen waren. Der Flughafen Genf bereitet sich derweil auf die Ankunft zahlreicher

weiterlesen »