Airbus A320neo (Foto: Lufthansa).
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Lufthansa City Airlines und Verdi vereinbaren ersten Tarifvertrag

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Die neu gegründete Konzerntochter Lufthansa City Airlines hat mit der Gewerkschaft Verdi einen umfassenden Tarifabschluss für das Cockpit- und Kabinenpersonal erzielt. Die Vereinbarung, die rückwirkend zum 1. April 2026 in Kraft tritt, sichert dem fliegenden Personal eine feste Tarifstruktur bis zum Jahr 2029. Mit dieser Ersttarifierung schafft das Unternehmen die notwendige Planungssicherheit für die laufende Aufbauphase und den geplanten Flottenausbau. Laut Unternehmensangaben hat sich die Belegschaft mehrheitlich für Verdi als Verhandlungspartner entschieden, was die Basis für die künftige Sozialpartnerschaft bildet. Die Einigung umfasst neben Vergütungsstrukturen auch Regelungen zu den Einsatzbedingungen und zur betrieblichen Altersvorsorge.

Die Tarifverträge sind strategisch darauf ausgelegt, die Wettbewerbsfähigkeit der Lufthansa-Gruppe im hart umkämpften europäischen Kurzstreckenmarkt zu stärken. Durch einheitliche Einsatzbedingungen für Cockpit und Kabine soll eine höhere operationelle Stabilität erreicht werden, was insbesondere an den Drehkreuzen München und Frankfurt von Bedeutung ist. Lufthansa City Airlines fungiert hierbei als Zubringergesellschaft, die durch eine optimierte Kostenstruktur gegen preisaggressive Konkurrenten bestehen soll. Der Abschluss beinhaltet zudem Bestimmungen über eine ergebnisvariable Vergütung, die die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens direkt mit der Entlohnung der Mitarbeiter verknüpft.

Zusätzliche Marktanalysen verdeutlichen, dass dieser Tarifabschluss auch eine Reaktion auf die angespannte Personalsituation in der Luftfahrtbranche ist. Um die ambitionierten Wachstumsziele zu erreichen, muss das Unternehmen als attraktiver Arbeitgeber am Standort Deutschland wahrgenommen werden. Der operative Geschäftsführer Peter Albers betonte, dass die Vereinbarung eine stabile Grundlage für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze und beruflicher Perspektiven bietet. Gleichzeitig bleibt der Kostendruck im Kurzstreckensegment hoch, weshalb die Laufzeit von drei Jahren dem Management den nötigen Spielraum gibt, die Kapazitäten an den Hubs planmäßig hochzufahren, ohne durch kurzfristige Arbeitskämpfe behindert zu werden.

Der Aufbau von Lufthansa City Airlines gilt innerhalb des Konzerns als zentrales Projekt zur Rückgewinnung von Marktanteilen auf dem Kontinent. Die Einbindung von Verdi als Tarifpartner ist dabei ein Signal für eine geordnete Interessenvertretung, steht jedoch noch unter dem üblichen Gremienvorbehalt. Branchenkenner werten den Gleichlauf der Arbeitsbedingungen für alle Crewmitglieder als operativen Vorteil, der die Dienstplangestaltung flexibilisiert. Mit dem Start des Sommerflugplans 2026 wird erwartet, dass die Fluggesellschaft ihre Präsenz im europäischen Netz deutlich ausweitet, gestützt auf das nun rechtlich fixierte Tarifgerüst.

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