Die Lufthansa Group hat das zweite Quartal 2025 mit einem deutlichen Ergebniszuwachs abgeschlossen. Das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) stieg um fast ein Drittel auf 871 Millionen Euro, während das Konzernergebnis sich auf über eine Milliarde Euro verdoppelte. Trotz anhaltender geopolitischer Krisen, wirtschaftlicher Unsicherheiten und einem anspruchsvollen Marktumfeld bestätigte die Konzernleitung um Vorstandsvorsitzenden Carsten Spohr ihre positive Prognose für das Gesamtjahr.
Der Erfolg sei hauptsächlich auf die verbesserte operative Stabilität der Airlines zurückzuführen. Die Kernmarke Lufthansa Airlines erreichte in den ersten sechs Monaten des Jahres die besten Werte bei Stabilität und Pünktlichkeit seit 2016. Dies führte nicht nur zu einer höheren Kundenzufriedenheit, sondern auch zu geringeren finanziellen Belastungen durch Kompensationszahlungen für Flugunregelmäßigkeiten. Das gestiegene Flugprogramm im Passagiergeschäft und positive Beteiligungsergebnisse, unter anderem durch die neue Beteiligung an ITA Airways, trugen ebenfalls zur positiven Entwicklung bei.
Besonders hervorzuheben sind die Geschäftsbereiche Lufthansa Cargo und Lufthansa Technik. Lufthansa Cargo verdoppelte im zweiten Quartal sein operatives Ergebnis auf 73 Millionen Euro, begünstigt durch eine hohe Nachfrage nach asiatischen E-Commerce-Sendungen und Kapazitätsengpässe in der Seefracht. Lufthansa Technik erzielte im ersten Halbjahr ein Rekordergebnis von 310 Millionen Euro, was die anhaltend hohe Nachfrage nach Wartungs- und Reparaturleistungen widerspiegelt.
Ein Wermutstropfen bleibt der Anstieg der Stückkosten, der auf die hohe Kosteninflation und gestiegene Standortkosten in den Heimatmärkten zurückzuführen ist. Auch die Verzögerungen bei Flugzeugauslieferungen und die Belastungen durch europäische Regulierungen stellen laut Carsten Spohr weiterhin eine Herausforderung dar. Der Konzern treibt unterdessen sein Turnaround-Programm bei Lufthansa Airlines voran, um Effizienz und Profitabilität zu steigern. Zudem plant Lufthansa, die Langstreckenflotte weiter zu modernisieren: Bis Jahresende sollen bis zu zehn Boeing 787-9 Dreamliner mit dem neuen Allegris-Kabinenkonzept in die Flotte aufgenommen werden.