Der Luftfahrtkonzern Lufthansa ordnet das Management verschiedener Tochtergesellschaften zum Herbst 2026 neu.
Im Zuge dieses Stuhlwechsels übernimmt Edi Wolfensberger zum 1. Oktober 2026 den Chefposten bei der Schweizer Ferienfluggesellschaft Edelweiss. Der bisherige Chief Operating Officer (COO) von Eurowings tritt damit die Nachfolge von Bernd Bauer an, der das Unternehmen und den Konzern nach mehr als zwölf Jahren an der Spitze verlässt. Bauer hatte in der Vergangenheit zeitweise auch die Leitung von Discover Airlines inne und schied im Rahmen des Erreichens der betriebsinternen Altersgrenzen aus dem aktiven Dienst aus.
Die frei werdende Position des Betriebsleiter-Vorstands bei Eurowings besetzt der Konzern ebenfalls intern: Matthias Spohr, seit 2021 Geschäftsführer der Lufthansa Aviation Training, übernimmt ab Oktober die COO-Verantwortung beim Kölner Ableger. Spohr bringt langjährige Erfahrung aus früheren Führungspositionen bei Germanwings sowie als Flugbetriebsleiter bei Eurowings mit. Wer künftig die Lufthansa Aviation Training leiten wird, ist zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht abschließend geregelt und soll in Kürze entschieden werden.
Auch bei der im Zubringerverkehr aktiven Tochtergesellschaft Lufthansa City Airlines kommt es zu einer Neubesetzung an der Spitze. Michael Kircher, aktuell bei Austrian Airlines als Trainingschef und Kapitän im Einsatz, wird zum 1. November 2026 neuer Hauptgeschäftsführer und Accountable Manager der Gesellschaft sowie Co-Geschäftsführer der Lufthansa Aviation GmbH. Er folgt auf Peter Albers, der sich nach dem geglückten Betriebsstart des neuen Flugbetriebs vereinbarungsgemäß wieder ganz auf seine Arbeit als Kapitän bei Lufthansa Airlines konzentriert.
Die Personalentscheidungen spiegeln die Bestrebungen des Mutterkonzerns wider, die betriebliche Steuerung der verschiedenen Flugbetriebe durch erfahrene Piloten und Führungskräfte aus den eigenen Reihen zu sichern. Die Neubesetzungen fallen in eine Phase organisatorischer Anpassungen, in der die operative Stabilität der einzelnen Tochtergesellschaften im europäischen Wettbewerb eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Gesamtlage des Gesamtkonzerns spielt.