Airbus A320 (Foto: Lufthansa).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Lufthansa Group implementiert Echtzeit-Datenaustausch zur Vermeidung von Turbulenzen

Werbung

Die Fluggesellschaften der Lufthansa Group, namentlich Lufthansa Airlines, Swiss und Edelweiss, beteiligen sich ab sofort an der weltweiten Initiative „IATA Turbulence Aware“. Ziel dieses Programms ist die Erfassung und der Austausch anonymisierter Echtzeitdaten über atmosphärische Unruhen.

Durch die Nutzung spezieller Sensoren an Bord der Flugzeuge werden Turbulenzen präzise gemessen und in eine zentrale Datenbank der International Air Transport Association (IATA) eingespeist. Diese Informationen stehen Piloten weltweit direkt auf ihren Navigationskarten zur Verfügung und ermöglichen eine taktische Flugführung, um unruhige Luftmassen frühzeitig zu umfliegen oder die Kabinenbesatzung rechtzeitig vorzubereiten.

Das System basiert auf dem Prinzip der Schwarmintelligenz, bei dem Tausende Flugzeuge weltweit kontinuierlich Daten über Ort, Höhe und Intensität von Luftbewegungen liefern. Bisher stützte sich die Flugplanung primär auf klassische Wettervorhersagen und subjektive Berichte anderer Piloten über Funk. Mit der neuen Technologie werden nun objektive Messwerte in Echtzeit farbkodiert visualisiert. Dies führt zu einer deutlichen Steigerung der Vorhersagegenauigkeit und des Flugkomforts, da der Service an Bord besser koordiniert und plötzliche Verletzungsrisiken für Passagiere und Crew minimiert werden können.

Ein wesentlicher Aspekt der Kooperation ist die Einbindung nationaler Wetterdienste. Die von Lufthansa erfassten Messwerte werden zusätzlich an den Deutschen Wetterdienst (DWD) übermittelt. Dort dienen die Daten zur langfristigen Kalibrierung und Optimierung meteorologischer Vorhersagemodelle. Durch die hohe Anzahl an täglichen Flugbewegungen der Lufthansa Group leistet das Unternehmen einen signifikanten Beitrag zur globalen Datenqualität. Die Teilnahme an diesem Programm unterstreicht die Strategie des Konzerns, durch technologische Innovationen die Sicherheit im internationalen Luftverkehr zu erhöhen und die betriebliche Effizienz zu steigern.

Branchenexperten betrachten die Ausweitung solcher Netzwerke als notwendige Reaktion auf die Zunahme von Klarluftturbulenzen, die auf Radarbildern oft unsichtbar bleiben. Während die IATA das Projekt bereits 2018 startete, erreicht es durch den Beitritt großer europäischer Player wie der Lufthansa Group nun eine kritische Masse für eine lückenlose Abdeckung wichtiger Luftkorridore. Die Investition in diese Systeme zahlt sich für Fluggesellschaften zudem durch eine Reduzierung von Wartungskosten aus, da starke strukturelle Belastungen der Flugzeuge durch extreme Turbulenzen vermieden werden können.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung