Airbus A350 (Foto: Lufthansa Group).
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Lufthansa Group legt Sommerflugplan 2027 mit zahlreichen Interkontinentalzielen vor

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Die Unternehmen der Lufthansa Group haben am 20. Oktober 2026 das Programm für die Sommersaison 2027 vorgestellt und zur Buchung freigegeben. Der Gültigkeitszeitraum des Flugplans erstreckt sich vom Frühjahr bis in den späten Herbst 2027. Mit insgesamt zehn neuen Langstreckenverbindungen und Frequenzerhöhungen auf bestehenden Routen handelt es sich um die umfangreichste Netzerweiterung des Konzerns seit Beginn der Einschränkungen durch die Pandemie im Jahr 2020.

Die beteiligten Fluggesellschaften Lufthansa, Discover Airlines, Austrian Airlines, Swiss International Air Lines, Brussels Airlines, Edelweiss und ITA Airways fokussieren sich dabei auf den Ausbau von Verbindungen nach Nord- und Südamerika sowie nach Ost- und Südasien. Ergänzend dazu werden punktuell europäische Strecken aufgenommen und saisonale Kapazitäten auf der Kurz- und Mittelstrecke angepasst.

Fokussierung auf Nordamerika und Südamerika an den Drehkreuzen Frankfurt und München

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Neuausrichtung liegt auf dem nordamerikanischen Kontinent, wo der Konzern bisher nicht bediente Regionen an sein Streckennetz anschließt. Ab dem 5. Mai 2027 nimmt Lufthansa eine dreimal wöchentliche Nonstop-Verbindung zwischen Frankfurt und Columbus, der Hauptstadt des US-Bundesstaats Ohio, auf. Die Route wird an den Verkehrstagen Mittwoch, Freitag und Sonntag bedient. Zum Einsatz kommt eine Boeing 787-9.

Am Drehkreuz München erweitert Lufthansa das USA-Angebot ab dem 3. August 2027 um Direktflüge nach Phoenix im US-Bundesstaat Arizona. Die Strecke wird dreimal wöchentlich an den Verkehrstagen Dienstag, Freitag und Sonntag mit Großraumflugzeugen vom Typ Airbus A350-900 bedient.

Auch die Konzerntochter Discover Airlines baut die Präsenz in Nordamerika aus und bedient ab dem 1. Juni 2027 erstmals die Strecke von Frankfurt nach Edmonton. Die Hauptstadt der kanadischen Provinz Alberta wird dreimal pro Woche – jeweils dienstags, donnerstags und samstags – angeflogen und ergänzt das bestehende Kanada-Portfolio der Airline neben Calgary und Halifax.

Im Südamerika-Verkehr setzt die italienische Tochtergesellschaft ITA Airways neue Impulse und kündigt die Aufnahme von Direktflügen von Rom-Fiumicino nach Caracas in Venezuela an. Die Verbindung startet am 30. März 2027 und wird dreimal wöchentlich – jeweils dienstags, donnerstags und sonntags – mit Maschinen des Typs Airbus A330-900 durchgeführt.

Verdichtung des Asien-Geschäfts und Ausbau der Japan-Anbindung

Neben dem amerikanischen Kontinent bildet der asiatische Markt einen zweiten Schwerpunkt des Flugplans für das Jahr 2027. Insbesondere die Verbindungen nach Japan erfahren eine spürbare Kapazitätsaufstockung. Lufthansa nimmt ab dem 28. März 2027 eine tägliche Verbindung von Frankfurt zum Flughafen Tokio-Narita neu auf, die mit einer Boeing 787-9 bedient wird. Damit ergänzt der Konzern die bestehenden Tagesflüge nach Tokio-Haneda ab Frankfurt und München um eine zweite Anbindung an die japanische Hauptstadregion. Saisonal wird ab dem 29. März 2027 zudem die Route zwischen Frankfurt und Nagoya dreimal wöchentlich wiedereingeführt.

Bei der Konzerntochter Swiss bleibt die im Winter eingeführte Route von Zürich nach Bengaluru in Indien mit fünf wöchentlichen Abflügen im Sommerprogramm erhalten. Ergänzend dazu erhöht die Schweizer Fluggesellschaft die Frequenzen nach Tokio-Narita zu Beginn der Sommersaison sowie im Oktober auf tägliche Abflüge, während von Juni bis September sechs wöchentliche Verbindungen angeboten werden.

Austrian Airlines führt im Sommerflugplan 2027 die Langstreckenverbindungen von Wien nach Tokio-Narita und Shanghai wieder ein. Die Route nach Tokio wird von Mai bis Oktober täglich bedient, während Shanghai ab Beginn der Flugplanperiode fünfmal pro Woche angeflogen wird. Die Verbindung nach Bangkok steht den gesamten Sommer über täglich im Flugplan.

Anpassungen und Kapazitätsaufstockungen der Tochtergesellschaften

Auch die übrigen Tochtergesellschaften der Lufthansa Group passen ihr Streckennetz an die veränderten Marktbedingungen an. Brussels Airlines nimmt Kairo als neues Langstreckenziel auf und verbindet Brüssel ab dem Sommer 2027 fünfmal wöchentlich mit der ägyptischen Hauptstadt. Auf den Afrika-Routen erhöht die belgische Fluggesellschaft zudem die Frequenz nach Kilimandscharo ab dem 28. Juni 2027 auf drei wöchentliche Flüge.

Der Schweizer Ferienflieger Edelweiss stockt die Frequenzen auf mehreren Langstrecken auf. Die Verbindungen nach Windhoek in Namibia starten bereits am 16. März 2027 und werden ab Juli auf drei wöchentliche Flüge aufgestockt. Die Kombination Kilimandscharo/Sansibar wird neu viermal wöchentlich angeflogen. Zudem erhöhen sich die Abflugfrequenzen nach Punta Cana, Malé und Tampa. Discover Airlines stationiert für den Sommer 2027 einen dritten Airbus A330-300 am Drehkreuz München, um zusätzliche Kapazitäten nach Windhoek anzubieten.

Im europäischen Kurz- und Mittelstreckennetz nimmt Lufthansa die Verbindung von Frankfurt nach Dubrovnik wieder mit täglichen Flügen auf. Swiss ergänzt ihr Netz um Flüge von Zürich nach Toulouse im Zeitraum vom 25. Juni bis 23. August 2027 und erhöht die Frequenzen nach Budapest, Hamburg, Paris, Nizza, Bremen und Niš. Austrian Airlines verlängert die Wintersaisonen nach Mauritius und Malé bis Ende April 2027 und erweitert ihr Angebot nach Griechenland, Spanien, Italien und Frankreich. Zudem wird von Juni bis September 2027 die Verbindung Wien-Beirut wieder aufgenommen. ITA Airways ergänzt ihr Inlandsnetz ab dem 28. März 2027 um die Strecke Rom-Fiumicino–Verona. Die Tochtergesellschaft Eurowings kündigte an, ihren Sommerflugplan zu einem späteren Zeitpunkt separat zu veröffentlichen.

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